Original orientalische gefüllte Weinblätter mit Sumach & Dill

Gefüllte Weinblätter

 

Professor Hu flucht und klaubt sich die Spinne aus dem nicht vorhandenen Haupthaar. Die nächste fängt er ein, kurz bevor diese unter das Klavier entwischt. Ich stehe daneben, übernehme die kleinen Tierchen mit den langen stakeligen Beinen (die Sorte, die er so gar nicht mag) und rette sie vor Schlimmerem, indem ich sie dahin zurücktrage, wo sie gerade noch waren. In den Wein an unserer Terasse. Denn dort her sind sie bei der Ernte der letzten knackigen Weinblätter dieser Saison mit ins Haus gekommen. Und die Blätter brauchen wir jetzt, um daraus nun die besten, originalsten, gefüllten Weinblätter der Welt zu machen.

 

Original-Rezept? Ja, denkst Du jetzt, woher das wohl wieder kommt. Aber da wir selber, zumindest wissen wir nichts davon, über keine "orientalischen" Wurzeln verfügen und auf keinen Fall auf Primär- oder Sekundärliteratur zurückgreifen wollten, musste Professor Hu seinen Charme spielen lassen.


Gefüllte Weinblätter

 

Auf der Arbeit (so sagen wir hier) hat er nämlich eine Kollegin und die kommt gebürtig aus dem Iran. Und hat das geheimste originalste Familienrezept für gefüllte Weinblätter im Gepäck gehabt. Die Umstände, unter denen sie mit ihrem Rezept zu uns nach Deutschland gekommen ist, sind nicht schön. Gleichwohl genießt sie es mittlerweile auch hier, mit frischen Weinblättern in die Verarbeitung zu gehen und daraus diese gefüllten Köstlichkeiten zu produzieren. 

 

Aber ach. Vielleicht hatte sich Professor Hu als Tester dieser Produkte noch nicht genügend qualifiziert, nicht genügend laute Ahs und Ohs beim Genuss der Mitbringsel zur Mittagspause getauscht oder aber die durch mich hergestellten Tauschobjekte hatten versagt? Als er angedeutet hat, wir hätten auch mal frische Weinblätter, die wir zum Füllen zur Verfügung stellen würden, hatte er - schwups - das Rezept in der Hand. Und gleich eine Tüte Sumach* dazu. Den kennen wir hier meist nur gemahlen, im Originalrezept wird er aber im Ganzen verwendet. Wenn vorhanden, sonst geht es auch anders. Und ist trotzdem noch total Original. Probier selbst!


Gefüllte Weinblätter

 

Rezept für ca. 30 gefüllte Weinblätter

 

40 frische, knackige Weinblätter ohne Befall, Getier und Weinpocken

Alle Spinnen bitte lebend wieder nach draußen tragen!

400 g Risottoreis

200 g Fett vom Lamm oder Rind

2 Bund Dill

1 Knolle Knoblauch (ja, Knolle)

Salz

Sumach* in Körnern oder gemahlen

Zitronensaft

 

Kochzeit auf dem Herd ca. 90 Minuten

 

Gefüllte Weinblätter

 

Als erstes schickst Du Professor Hu ins Grüne, Wein ernten. In türkischen Lebensmittelläden gibt es Weinblätter im Glas, fallst Du keine frischen findest. Zierwein geht auf gar keinen Fall! Wir wecken Weinblätter auch (wie Gurken in einem Essigsud) ein, um in den weinblattfreien Zeiten gewappnet zu sein. Dabei rollt man die Weinblätter wie Geldbündel auf und steckt sie dann eng wie Zigarren aneinander gepresst senkrecht in ein Weckglas. So schwemmen sie nicht auf und gehen auch nicht kaputt.

 

Zurück zum frischen Wein. Oben siehst Du ein Foto, wie Du den Ansatz der Blattnarbe plan abschneidest, weil hier sonst die Sollbruchstelle beim Aufwickeln ist. Vorher die Blätter unter heißem Wasser gründlich abspülen. Danach beiseite stellen.

 

Gefüllte Weinblätter

 

Nun zerhackst Du den Knoblauch und den Dill fein und vermengst alle Zutaten in einer Schüssel. Der Reis kommt dabei tatsächlich roh hinein. Wenn Du gemahlenen Sumach hast, gib jetzt 2-3 TL davon mit in die Mischung. Wenn Du ganze Körner hast, fahre wie später beschrieben fort.

 

Als nächstes legst Du den Topf mit ein paar Weinblättern aus. Nun fängst Du an, die Füllung zu verarbeiten, indem Du immer ungefähr 1 flach gehäuften EL auf die unterste Kante eines Blattes legst. Auf den Bildern ist das sehr schön zu sehen, auch, wie diese dann aufzurollen sind. Professor Hu kann sich, wie ich finde, als nächstes auch als Handmodell bewerben. Du rollst die Masse also ein, indem Du zuerst die Seiten von rechts und links einschlägst und dann über lang straff weiter rollst. Alles klar? Am Ende fängst Du an, die eingerollten Weinblätter von außen nach innen in einen Topf eng an eng zusammenzulegen. Das muss straff sein, weil sich sonst während des Kochens Blätter und Inhalt lösen können.

 

Gefüllte Weinblätter

 

Du verfährst jetzt solange so weiter, bis die Füllung aufgebraucht ist. Wenn eine Lage im Topf belegt ist, kannst Du mit der nächsten Lage anfangen, nachdem Du zwischendrin ein paar einzelne ungefüllte Blätter schichtest. Als letztes wieder eine Lage Blätter und einen Teller mit etwas Schwerem drauf. Dann mit Wasser auffüllen, in das Du auch noch 1-2 TL Salz extra gibst. Hast Du ganze Sumachkörner, solltest Du diese nun 10 Minuten vorher separat in Wasser kochen, die Körner aussieben und das saure Wasser dann für das Kochen der gefüllten Weinblätter verwenden. Wenn Du den gemahlenen Sumach in der Füllung verwendet hast, nimm den Saft einer Zitrone mit ins Wasser, damit die Blätter nicht zu braun werden.

 

Gefüllte Weinblätter

 

Nun kochst Du das Ganze leicht köchelnd ca. 90 Minuten, bis der Reis weich ist. Probier am besten nach dieser Zeit. Wenn währenddessen zu wenig Wasser im Topf ist, gib noch etwas dazu. Serviere das Ganze dann mit ein paar Oliven, Joghurt oder wie es Dir gefällt. Die Weinblätter sind warm superlecker aber auch kalt zum Mitnehmen sehr praktisch. Den Knoblauchatem auf der Arbeit stört auch niemanden, wenn Du etwas zum Teilen anbietest. Und vielleicht bekommst Du ja dann auch ein Original-Rezept zum Tausch dazu. Denn Essen verbindet ja, wie wir wissen. Lass es Dir schmecken. Sei glücklich!

 

Gefüllte Weinblätter
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Polenta-Heidelbeer-Cheesecake

Polenta Heidelbeer Cheesecake

 

Heute bringe ich Dir einen 3-Komponenten-Kuchen mit, der zwar einige Arbeitsschritte bedeutet, aber super lecker ist und ganz einfach einen tollen Auftritt hinbekommt. Ein saftiger Boden mit Maisgrieß, eine separat gebackene Schicht Käsekuchen und ein leckeres Heidelbeerkompott dazwischen und obendrauf ergibt dieses Wunderwerk. Leg schnell los mit den letzten Heidelbeeren, die Du in dieser Saison erwischen kannst.

 

Polenta Heidelbeer Cheesecake

 

Rezept für eine Springform mit ø 24 cm*

 

für den Boden:

150 g weiche Butter

180 g Zucker

3 Eier

200 g Mandeln

100 g Maisgrieß

1 1/2 TL Backpulver

Abrieb von einer Bio-Zitrone

 

für die Käseschicht:

540 g Frischkäse

140 g Zucker

3 Eier

600 g Schmand

2 EL Zitronensaft

2 TL Vanille Aroma*

1/4 TL Salz

1 TL Stärke

 

für das Heidelbeerkompott:

500 g frische Heidelbeeren (oder 1 Packung TK)

1 EL Stärke

40 g Zucker

1 TL Abrieb einer Bio-Zitrone

 

Boden 180°C ca. 35 Minuten backen

Käseschicht 160°C ca. 45 Minuten backen

Kühlzeit mindestens 8 Stunden

 

angelehnt an ein Rezept der großartigen Mrs. Barcomi


Polenta Heidelbeer Cheesecake

 

Heiz als erstes den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vor. Danach vermengst Du für den Boden die weiche Butter mit dem Zucker zu einer schaumigen Masse mit dem Handrührer oder in der Küchenmaschine. Gib ein Ei nach dem anderen hinzu und rühre jedes gut ein. Danach folgen Zitronenabrieb, Polenta, Mandeln und Backpulver. Fette eine Backform mit 23 oder 24 cm Durchmesser gut aus und gib die Masse hinein, dann ab damit in den Ofen (2. Stufe von unten) für ca. 35 Minuten. Danach gibst Du die Form auf ein Gitter und löst nach 10 Minuten den Boden heraus und lässt ihn vollständig abkühlen.

 

Polenta Heidelbeer Cheesecake

 

Während der Boden abkühlt, geht es weiter mit der Käseschicht. Dazu vermengst Du alle Zutaten kräftig mit dem Mixer und gibst die Masse in die Form, die Du wieder gesäubert und frisch eingebuttert hast. Wiederum ab in den Ofen und für ca. 45 Minuten backen, bis die Masse fest ist. Nimm die Form aus dem Ofen und gehe am Rand mit einem flachen, abgerundeten Messer* entlang. So verhinderst Du, dass es in der Oberfläche Risse gibt, wenn Du die Käseschicht nun in der Form abkühlen lässt. Bis sie Zimmertemperatur erreicht hat, dauert das ca. 1 1/2 Stunden. Danach stellst Du die Käseschicht in der Form in den Kühlschrank und lässt sie dort gut durchkühlen, was noch einmal ca. 5 Stunden dauert.

 

Polenta Heidelbeer Cheesecake

 

Solange alles durchkühlt, stellst Du das Heidelbeerkompott her. Dazu gibst Du die frischen Heidelbeeren in einen Topf, zermanscht sie leicht und erhitzt sie. Wenn sie anfangen zu köcheln, gibst Du die restlichen Zutaten hinzu und lässt das Kompott mit der Stärke eindicken. Danach alles ebenfalls abkühlen lassen. Nun hast Du etwas Pause. Wenn alles abgekühlt ist, musst Du die Komponenten nur noch zusammensetzen. Dazu kommt zuerst der Boden auf eine Tortenplatte, danach kommt ca. die Hälfte des Kompotts auf den Boden, darauf kommt dann die Käseschicht und in deren Mitte dann der Rest des Heidelbeerkompotts. Wenn Du noch ein paar frische Beeren hast, kannst Du diese zum Garnieren verwenden. Lass es Dir schmecken. Sei glücklich! 

 

Polenta Heidelbeer Cheesecake
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Zu Besuch bei Ines - mit der Welfenspeise im Handgepäck

Welfenspeise

 

Heute bin ich zu Besuch im Süden. Bei Ines und auf ihrem Blog Münchnerküche. Was Blogger so mitbringen, wenn sie sich besuchen? Etwas regionales natürlich. Bei mir war es diese Welfenspeise. Ob die das in München wohl schon gekannt haben? Hier geht es zu Ines und meinem Rezept. Viel Spaß beim Ausprobieren. Sei glücklich! 

 

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Käsige Beeren-Tarte - das war mein Sommer

Beeren-Tarte

 

Das war mein Sommer. Zu dieser Betrachtung ruft Sina auf ihrem Blog giftigeblonde in ihrem gleichnamigen Blogevent auf.  Das war mein Sommer? Ja, sicher, laut Kalender haben wir schon Herbst, es ist September. Manche Dinge in meiner Umgebung verhalten sich auch schon so (die Weintrauben, die Äpfel und die Kürbisse allemal). Ansonsten haben wir hier in der Nähe von Hannover aber seit Wochen mehr Sommer, als den ganzen Sommer davor. Was auch gut so ist, denn in unserem diesjährigen - auf Grund der Ferienzeit in Niedersachsen und den Pflichten von Professor Hu sehr früh angesetztem - Urlaub in Dänemark war es vor allem eins: arschkalt.

 

Mein neues Profilbild, Du findest es in der rechten Laufleiste, stellt dies sehr anschaulich dar: wir hatten Mützenwetter. Durchgehend. Ich glaube, an genau einem Tag hatte ich ein Top an und keine Kopfbedeckung am Strand auf. Aber wir klagen nicht, denn wer nach Dänemark fährt, egal zu welcher Jahreszeit, der weiß, was er manchmal zu erwarten hat. Was war noch so in meinem Sommer? Beeren! Wenn ich eines an dieser Jahreszeit liebe, dann dies. Es fängt mit den Erdbeeren an und dann folgt der Rest. Zuerst dabei die Himbeeren, dann die roten, weißen und schwarzen Johannisbeeren, zwischendurch, wenn man Glück hat, die Sauerkirschen und dann die Brombeeren, hach, ich liebe sie alle. Alle werden mit einem großen Hurra begrüsst, direkt aus der Schale genascht und erinnern mich. An all die Beerentage im Garten von Ömi, direkt vom Strauch in den Bauch. Wenn die Saison nun zu Ende geht und der Obstbauer immer wieder verkündet, welche Frucht nun gerade "das letzte Mal" verkauft wird, hilft nur eins: durchhalten bis zum nächsten Jahr und in Erinnerungen schwelgen.

 

Beeren-Tarte

Rezept für eine Tarteform ø 32 cm*

für den Teig:
250 g Mehl
125 g kalte Butter in Stückchen
3 EL Zucker
1 Prise Salz
1 Eigelb
1 EL Wasser

für die Füllung:
235 g Frischkäse
120 g Schmand
3 Eier
 abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
90 g Zucker
1/2 Schale Brombeeren
1 kleine Schale Himbeeren
ca. 300 g Heidelbeeren

nach Bedarf Puderzucker zum Bestäuben
getrocknete Hülsenfrüchte zum Blindbacken

10 Minuten Blindbacken bei 200°C Ober- und Unterhitze
30-40 Minuten Backen bei 180°C Ober- und Unterhitze

Beeren-Tarte

 

Als erstes stellst Du den Mürbeteig her. Wenn Du alle Zutaten gut mit dem Knethaken vermengt hast, gibst Du den Teig auf ein Stück Backpapier und rollst ihn dort zur Größe der Form + Rand aus. Danach stülpst Du ihn über Kopf mit dem Backpapier in die gefettete Form und drückst ihn an Boden und vor allem Rand leicht an. Das Backpapier bleibt auf dem Teig, hierauf kommen später die Kichererbsen zum Blindbacken gleich drauf. Ab in den Kühlschrank. Jetzt den Ofen an. Kleines Päuschen von ca. 15 Minuten machen, in der Zeit kannst Du die Beeren verlesen, noch vorhandene Stiele evtl. abzupfen und olle Früchte aussortieren. Ich wasche die Beeren NICHT weil ich weiß, dass nur die wirklich guten Bio-Vögel beim Obstbauern um die Ecke draufgeschietert haben. Ok, Scherz beiseite, ich wasche die Früchte wirklich nicht. Sie sind vom Obstbauern um die Ecke, nicht gespritzt und die, auf denen ein Vogel sich verewigt hat, sind eh schon von fleißigen Helferhänden aussortiert. Alles andere erzeugt viel zu viel Feuchtigkeit, die dem Kuchen schaden würde.

 

Wenn die Beeren verlesen sind, kommt nun die gekühlte Tarte zusammen mit den Kichererbsen zum Blindbacken in den Ofen. Währenddessen vermengst Du die Zutaten für den Guss. Wenn der erste Backschritt erledigt ist, gibst Du den Guss auf den Boden und verteilst darauf die Beeren, Muster wie Du magst. Nicht wundern, der Guss bedeckt zuerst nur den Boden der Tarte, wird aber durch die dann hineinsinkenden Beeren bis zum Rand nach oben gedrängt. Steigt er zu hoch über den Rand hinaus, nicht noch mehr Beeren einfüllen, das läuft sonst beim Backen über. Schalte den Ofen jetzt auf die niedrigere Temperatur und gib die Form wieder hinein. Weiterbacken, bis der Rand und der Guss leicht gebräunt sind und gestockt und die Beeren schon schön Saft abgegeben haben. Dann warm oder nach ein paar Stunden gut durch gekühlt genießen. Lass es Dir schmecken. Sei glücklich!

 

Beeren-Tarte
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Wildschwein-Hot-Dog mit Vollkornbun & Pfifferling-Kirsch-Relish

Wildschwein Hot-Dog Vollkornbun Pfifferling-Kirsch-Relish

 

Diesmal haben Tanja und Martin von sakriköstlich bei Zorra zum Blogevent "Homemade Fastfood mit Zutaten aus der Region" eingeladen. Fastfood kann ja jeder, aber mit Zutaten aus der Region? Was ist typisch hier für uns in und um Hannover? Sicher kann man sich diesem Thema aus verschiedenen Richtungen nähern. Zum einen aus der der lokal typischen Zutat. Zutaten aus der Region sind aber für mich auch alle, die hier herkommen, auch wenn sie vielleicht nicht typisch sind. Und gib es etwa typisches regionales Fastfood, habe ich mir als nächstes gedacht? "Mit frischen Zutaten und Geschmackserlebnis" heisst es zudem bei Tanja & Martin zum Blogevent. Hmmm.

 

Blog-Event CXXIII - Homemade Fastfood (Einsendeschluss 15.9.2016)

 

Nach tagelanger Recherche stand dann fest, dass ich auf jeden Fall eine Wildschweinbratwurst in mein Rezept einbauen wollte. Denn Wildschwein ist hier für uns südlich von Hannover so was von regional typisch, man glaubt es kaum. Ich musste mir also nur noch überlegen, wie ich sie unterbringe, die Wurst. Diese Überlegungen kosteten mich weitere Nächte, aber auch hier war auf einmal klar: im Hot Dog natürlich. Denn wer weiß nicht, dass dieser einst im Jahre 1856 von einem Hannoveraner erfunden wurde? Und ich somit pünktlich zum 160-Jährigen Hot-Dog-Jubiläum diese Kreation mitbringe. Es ist dabei vollkommen egal, dass Zorra selbst mir mit einem ebenso genialen Hot-Dog Rezept für den Blogevent zuvorgekommen ist. Denn davon kann es nicht genug geben, oder?

 

Mein Rezept ist schon etwas an den nahenden Herbst angelegt. Zur kräftigen Wildschweinbratwurst unseres Liebslingsschlachters gibt es ein Relish mit Pfifferlingen und den letzten Süßkirschen vom Obsthof Hahne um die Ecke. Dazu die Wallnüsse vom Familienbaum. Und alles ganz schnell im Vollkornbun mit einem Hauch gesund dabei. Die Sau wurde natürlich auch um die Ecke um die Ecke gebracht - sie stammt aus dem kleinen Wäldchen vom Schlachter, in dem sie einst ihr Unwesen trieb. Die Bratwurst ist übrigens megalecker, vielen Dank, lieber Herr Matzeik. Sagt auch Professor Hu. Womit dann hoffentlich bekräftigt wäre, dass wir keine Vegetarier geworden sind, auch wenn Sie dieses letztens schon befürchtet haben, weil wir so lange nicht mehr bei Ihnen eingekauft haben. Aber echt, da waren wir nur in Urlaub.

 

Zurück zu Zorra, Tanja & Martin. Ich hoffe, der Wildschwein-Hot-Dog passt in Euer wunderbares Event, von dem ich jetzt schon sehr begeistert bin, wenn ich all die bereits eingetroffenen Rezepte sehe. Bestimmt kommt in den nächsten Tagen noch das eine oder andere hinzu. Ich bin gespannt & sage viel Spaß beim Stöbern! 

 

Wildschwein Hot-Dog Vollkornbun Pfifferling-Kirsch-Relish

 

Rezept für 8 Vollkornbuns

 

200 g Weizenmehl

100 g Vollkornweizenmehl

125 ml warme Milch

1 Ei

1/2 Würfel frische Hefe

2 EL Zucker

1 TL Salz

1 EL weiche Butter

 

Zeit zum Gehen: ca. 3 Stunden

Backzeit 15 Minuten bei 190°C Ober- und Unterhitze

 

Wildschwein Hot-Dog Vollkornbun Pfifferling-Kirsch-Relish

 

Für die Hot-Dog-Buns löst Du zuerst die Hefe in der warmen Milch auf und gibst dann alle Zutaten in eine Rührschüssel. Hierin vermengst Du sie nun mit dem Knethaken, bis der Teig anfängt, sich vom Schüsselrand zu lösen und nicht mehr zu kleben. Gib ggf. etwas mehr Milch dazu oder etwas mehr Mehl. Danach formst Du den Teig zu einer Kugel und deponierst ihn in der Schüssel mit einem Handtuch bedeckt an einem warmen Ort. Nach ca. 1 Stunde hatte er sich bei mir heute verdoppelt. Ich habe ihn dann kurz geknetet und in 8 Portionen geteilt und als Kugeln auf ein Blech gelegt und wieder abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen.

 

Danach habe ich aus den Kugeln lange Hot-Dog-Buns mit einer glatten Oberfläche geformt. Das geht wie hier beschrieben und danach aber in die Länge gezogen. Alle Brötchen kommen dann mit 2 cm Abstand in 2 Reihen wieder auf das Blech und gehen zugedeckt nochmal ca. eine 3/4 Stunde. Zum Ende hin dabei schon mal den Ofen auf 200°C vorheizen. Nicht gleich von Anfang an, sagt der Bruder. Wenn der Ofen heiß ist und die Buns soweit gegangen, dass sie sich nun berühren, ab auf die mittlere Stufe, sofort runter auf 190°C und für ca. 14-15 Minuten goldbraun backen. Teil 1 ist somit fertig. Dieses war der längste Teil, so gar nicht fast food mäßig. Aber wie auch Zorra in ihrem Rezept so schön schreibt: einfach an einem anderen Tag vorbereiten, dann geht es später schneller. Die Buns kann man auch gut einfrieren.

 

Wildschwein Hot-Dog Vollkornbun Pfifferling-Kirsch-Relish

 

Rezept für das Pfifferling-Kirsch-Relish

 

1 Tüte Pfifferlinge

1 Bund Petersilie, grob gehackt

2 handvoll frische Süßkirschen, entsteint

1 Bund Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten

Olivenöl zum Anbraten

1 handvoll grob gehackte Walnüsse

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

etwas Aceto Balsamico*

Salz

 

Wildschwein Hot-Dog Vollkornbun Pfifferling-Kirsch-Relish

 

Rezept für einen Hot-Dog

 

1 Vollkornbun

1 gebratene Wildschweinbratwurst (in der Pfanne oder auf dem Grill)

2 Klecks Senf-Majo (je 1 TL körniger Senf auf 1 EL Majo)

2-3 EL Pilz-Kirsch-Relish

frischer Pfeffer obendrauf und etwas geträufelter Aceto Balsamico*

 

Wildschwein Hot-Dog Vollkornbun Pfifferling-Kirsch-Relish

 

Bevor Du den Hot-Dog zusammenbauen kannst, stelle noch schnell das Pilz-Kirsch-Relish her. Dazu brätst Du die Pfifferlinge in etwas Olivenöl an bis sie weich sind und gibst sie in eine Schüssel. In einem zweiten Vorgang brätst Du nun Zwiebeln und Kirschen an und gibst ganz kurz zum Schluss die gehackte Petersilie hinzu. Danach vermengst Du alles mit Salz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und etwas von dem Essig (unbedingt eine gute Sorte nehmen!) in der Schüssel mit den Pilzen und stellst es beiseite, bis alle anderen Zutaten fertig sind. Wenn Du das Relish einen Tag vorher zubereitest, musst Du es vor dem Anrichten wieder auf Zimmertemperatur bringen, sonst schmeckt es nicht.

 

Schneide das Vollkornbun etwas auf und gebe die Senf-Majo-Mischung hinein. Den Senf kannst Du nach diesem Rezept selbst machen. Danach kommt die gegrillte Wildschweinwurst hinein. Für die Schnelle haben wir neben unseren großen Grills einen kleinen Weber Go-Anywhere* mit Gasbetrieb, auf dem man für solche Fastfood-Fälle mal eben ohne Probleme 2-3 Würstchen grillen kann. Auch wenn Professor Hu ohne Kohle natürlich regelmäßig eine Krise bekommt. Gebe auf die Wurst dann von dem Relish und mahle noch etwas schwarzen Pfeffer frisch obenauf. Danach kannst Du noch etwas von dem Essig darüber träufeln. Lass es Dir schmecken. Sei glücklich!

 

Wildschwein Hot-Dog Vollkornbun Pfifferling-Kirsch-Relish
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Schnelle Gurken mit Alba-Gurkendoktor

Eingelegte Gurken

 

Bei uns ist immer noch Gurkenzeit. Nachdem im letzten Jahr davon fleißig eingeweckt wurde und einige Gläser immer noch nicht aufgebraucht sind, sollten es in diesem Jahr daher schnelle Gurken für so zwischendurch werden. Schnelle Gurken bedeutet, dass man wie bei den Eingeweckten einen ähnlichen süß-sauren Sud herstellt, diesen dann aber einfach über die frischen Gurken gibt und das Ganze für mindestens 24 Stunden in den Kühlschrank. Zieht es ein paar Tage länger, zieht der Geschmack mehr in die Gurken. Diese sind bei der schnellen Methode besonders knackig und super zu verwenden. Unsere 3 Gläser vom letzten Wochenende sind fast aufgebraucht. Entweder zum so knabbern beim Abendbrot oder aber im Kartoffelsalat, das war auch lecker.

 

Beim Einwecken stehe ich ja generell voll auf die Produkte von Alba. Keine Werbung übrigens. Erstmal sind die aus Bielefeld (jaja, Bielefeld gibt es nicht) und damit ganz um die Ecke meiner alten Heimat. Und "um die Ecke herum" - darauf stehe ich ja bekanntermaßen. Zweitens sind die so krass retro, das muss man einfach mögen. Besser ist fast nur mein Weck Einkochbuch*. Das und die Tüte vom Alba Gurken-Einmach-Gewürz* wecken einfach aufs schönste Einmachgelüste bei mir. Auch, wenn zugegebenermaßen - rein feministisch betrachtet - das Layout gar nicht geht. Aber egal, gefolgt von den nostalgischen Bildern sind die Namen der große Renner. Alba Gurkendoktor Einmachhilfe* zum Beispiel - die Hilfe jeder Hausfrau. Oder etwa die Alba Einmachhaut - großes Kino. Und wirklich praktisch, sag ich Euch. Also leg los, hier kommt das Rezept.

 

Eingelegte Gurken

 

Rezept für 3 Gläser schnelle Gurken

 

Einmachgurken, ein großer Seiher* voll

3 große Weckgläser von Ömi oder Bügelgläser

Alba Einmach-Gewürz

2 Zwiebeln

Alba Gurkendoktor

1 Flasche Weinessig 0,75 Liter

Kräuteressig zum Auffüllen auf 1 Liter

200 g Zucker

Salz

 

Eingelegte Gurken

 

Als erstes schrubbst Du die Gurken blitzeblank. Dann schichtest Du in ein Glas soviel wie passen, dazwischen ein paar Zwiebelspalten. Danach schneidest Du den Rest der Gurken in etwas dickere Scheiben, die Enden kommen weg. Du gibst die Gurkenscheiben mit den restlichen Zwiebeln in die beiden anderen Gläser. Nun folgt obenauf je 1 EL Alba Gurkengewürz. Als nächstes nimmst Du einen großen Topf und füllst insgesamt 1 Liter Essig hinein. Ich bevorzuge einen Weißweinessig und einen Kräuteressig zum Auffüllen. Dann noch 1 Liter Wasser, den Zucker und ca. 1/2 TL Salz. Nun erhitzt Du diese Mischung bis sie kocht und der Zucker sich aufgelöst hat. Danach rührst Du den Gurkendoktor ein und gibst alles heiß über die Gurken verteilt auf die 3 Gläser. Verschließen, abkühlen lassen und ab in den Kühlschrank. Bei Gelegenheit mal etwas schütteln oder umrühren, dann nach mindestens einem Tag durchziehen knackig genießen. Oder wie gesagt im Kartoffelsalat oder zum Bauernfrühstück weiterverwenden. Hält sich im Kühlschrank auch länger, außer Professor Hu kommt naschen. Lass es Dir schmecken. Sei glücklich! 

 

Eingelegte Gurken
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Matcha-Eistee im Bangkok-Style

Matcha Eistee

 

Oh ich bin ja so aufgeregt. Und so glücklich! Die Lieben sind endlich wieder aus Thailand zurück, sie haben 2 Wochen lang Bangkok unsicher gemacht und ich bin mir sicher, dass es dort jetzt nichts mehr zu Essen gibt. Aus vorbei, alles aufgefuttert. Und morgen Abend bei unserem gemeinsamen Abendbrot-Essen gibt es Thai BBQ* mit Originalzutaten (was der Asialaden hier so her gab an "original") und wir werden alle alle Urlaubsgeschichten hören und den wundersamen Erzählungen aus der Riesenmegametropole gebannt lauschen.

 

Vorhin waren die zwei schon mal auf einen Kaffee da, denn den gibt es selbst im europäischen Hotel wohl nur in nicht wiederzuerkennender Form. Dafür gibt es Eistee in wirklich allen Varianten. Leider für meinen Geschmack in zu viel Plastik, da sind die Thailänder wirklich noch anders als wir hier unterwegs. Wobei ich auch nicht spontan sagen könnte, wie es alternativ mit wiederverwendbaren Materialien gehen kann, da müsste wirklich jeder immer sein eigenes Glas zum Auffüllen dabei haben. Bei den Mengen, die dort über den Tisch gehen, ist Recycle-Ware schlicht logistisch nicht abzuarbeiten, zumindest mit den aktuellen Prozessen. 

 

Aber zurück zum Eistee. Vor allem gibt es dort grünen Eistee mit Milch. Ich habe daraus eine Matcha-Variante gemacht, weil ich reinen grünen Tee nicht im Haus habe. Von dem bekomme ich aus mir unerfindlichen Gründen Bauchweh, beim Matcha nicht. Du kannst aber auch grünen Tee als Konzentrat vorkochen und dieses dann weiter verwenden. Das ist dann noch thailändischer. Die Unmengen an Zucker habe ich übrigens rausgelassen, dafür gab es eine Kugel Vanilleeis.

 

Matcha Eistee

 

Rezept für 1 Glas Eistee

 

ein schönes Trinkglas*

2 Bamuslöffel* Matcha Tee, zum Beispiel von Teegschwendner

80 ml 80°C heißes Wasser

einen Bambusbesen*

Milchschaum, Menge nach Wunsch

Vanilleeis

Eiswürfel

 

Matcha Eistee

 

Als erstes erhitzt Du das Wasser. Dann gibst Du in eine Teeschale die 2 Bambuslöffel Matchapulver. Mit dem Besen rührst Du nun das heiße Wasser in das Pulver und rührst danach weiter, bis alles schaumig ist. Dann lässt Du den Matchatee zum Abkühlen etwas stehen. Nun bereitest Du den Milchschaum zu. Ich nehme dafür immer meinen heiß geliebten Milchaufschäumer*, weil ich in dem auch direkt kalte Milch aufschäumen kann.

 

Jetzt kommt der Teil, den Du weiterhin mit viel Ruhe durchführen musst. Gib zuerst den Tee in ein schönes Glas, dort hinein dann 4 Eiswürfel. Nun gibst Du kalte Milch aus dem Kühlschrank über die runde umgedrehte Seite eines Löffels in den Tee. Dadurch bildet sich eine milchige grüne und eine klare grüne Schicht. Sieht man auf den Bildern nicht mehr, dafür war ich mit dem Fotografieren heute zu träge bei der Hitze. Zum Abschluss folgt Milchschaum und Vanielleeis. Dann noch ein schöner Löffel und ein bunter Strohhalm aus Papier. Ganz ohne Plastik. Lass es Dir schmecken. Sei glücklich!

 

Matcha Eistee
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Vollkorn-Pesto-Tomaten-Tarte mit Zedernkernen & Chili

Vollkorn Tomatentarte mit Pesto, Zedernkernen und Chili

 

August ist ja definitiv der Tomatenmonat. Zumindest hier bei uns. Und der Gemüsebauer hat sie derzeit in Hülle und Fülle im Verkauf, eine hübscher als die andere. Tomaten werden in einer Tarte dabei schnell mal von anderen Zutaten erdrückt. Gleichzeitig bringen sie meist sehr viel Flüssigkeit mit und viel Süße. Was ist also die beste Kombination für eine leckere Abendbrot-Tarte mit den frischen Tomaten vom Markt? Ich finde, Du startest mit einem Vollkornteig, gibst darauf rotes Pesto, dann die Tomaten und zuletzt Zedernkerne und Chili-Flocken. Einfach und leicht und dabei mit viel Vollkornbiss und Chilischärfe, womit man die Süße der Tomaten gut in den Griff bekommt. Dazu einen frischen grünen Salat mit Apfel-Balsamicoessig & Olivenöl. Fertig. Probier selbst!

 

Vollkorn Tomatentarte mit Pesto, Zedernkernen und Chili

Rezept für eine runde Tarteform 32 cm* Durchmesser

für den Teig
250 g Vollweizenkornmehl
125 g kalte Butter in Stückchen
1 Ei
1/4 TL Salz
etwas Mehl zum Ausrollen

für den Belag
Tomaten nach Belieben,
in 1-2 cm dicke Scheiben geschnitten oder halbiert
Zedernkerne vom Achterhof
Salz & schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Chiliflocken*


dazu ein grüner Salat mit
ein leckeres Olivenöl von arteFakt

180°C Ober- und Unterhitze
10 Minuten Blindbacken
30 Minuten restliche Backzeit

Vollkorn Tomatentarte mit Pesto, Zedernkernen und Chili

 

Als erstes heizt Du den Ofen vor. Danach vermengst Du die Teigzutaten mit dem Knethaken oder den Händen zügig, bis alles gut vermischt ist, aber nicht zu lange. Du fettest Du Form mit Butter ein. Dann rollst Du den Teig auf einem Stück Backpapier auf Tarteformgröße aus und stülpst ihn kopfüber in die Form. Am Rand ebenfalls andrücken und überstehende Teigreste mit einem Messer plan entfernen. Dann den Teig für ca. 30 Minuten mit der Form in den Kühlschrank stellen. Danach herausholen, mit der Gabel mehrfach einpieksen und mit dem Backpapier belegen, darauf dann getrocknete Erbsen oder ähnliches zum Blindbacken, ich nehme immer Kichererbsen. Ab in den Ofen für ca. 10 Minuten. Danach entfernst Du mit dem Backpapier die Erbsen und verteilst das Pesto nun auf der Tarte.

 

Vollkorn Tomatentarte mit Pesto, Zedernkernen und Chili

     

Die frischen Tomaten halbierst Du, wenn sie klein sind, sonst in ca. 1-2 cm breite Schreiben schneide. Mit grün sieht es besonders dekorativ aus, es geht aber auch ohne. Verteile die Tomaten nach Wunsch und Menge auf der Tarte. Danach salzt und pfefferst Du etwas aus der Mühle frisch über die Tomatenscheiben und gibst als letztes Chiliflocken und Zedernkerne nach Wunsch darüber. Ab in den Ofen, die restliche Backzeit beträgt 30-35 Minuten. Nach Ende des Backens lässt Du die Tarte etwas abkühlen, währenddessen stockt die Flüssigkeit auch etwas an und Du kannst die Tarte gefahrlos anschneiden und servieren. Gib einen frischen Salat mit Essig 6 Öl und ein paar Zedernkernen dazu, fertig. Lass es Dir schmecken. Sei glücklich! 

 

Vollkorn Tomatentarte mit Pesto, Zedernkernen und Chili
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Dänische Sanddorn-Marmelade

Sanddorn Marmelade

 

Weiter geht es mit den dänischen Marmeladenwochen bei Tantin & Professor Hu. Und ja, ich koche im Urlaub Marmelade ein. Wann sonst? Dann habe ich Zeit, sitze in Dänemark an der Quelle sämtlicher Zutaten und kann mich in Ruhe den nordischen Kreationen widmen. Zum nächsten Urlaub werde ich es sogar noch optimieren und sämtliche Sturzgläser von Zuhause mitnehmen. Gibt es da eigentlich auch eine Ausführ-Obergrenze? Nun ja, falls der Zoll hier mitliest... alles für den Eigenverbrauch.

 

Neben dem Rezept bringe ich Dir heute auch eine Liste der Dinge mit, die Du unbedingt zum einfachen Marmelade-Einkochen benötigst:

  • einen wirklich hohen Topf, der das Überspritzen beim Kochen verhindert,
  • Sturzgläser* verschiedener Größen nach Wunsch,
  • Profi-Schaumlöffel* mit feinem Sieb zum Abseihen von Schaum, der durch Fruchtverunreinigungen an der Oberfläche der Marmelade beim Einkochen entsteht und vor dem Einfüllen in Gläser tunlichst abgehoben werden solle,
  • einen Marmeladetrichter* mit breiter Öffnung zum Einfüllen, der aber trotzdem noch auf die Gläser passt,
  • hübsche Aufkleber* oder selbstgemacht zum Beispiel hier zum Ausdrucken, oder
  • schöne Papieranhänger* zum Beschriften und Dranhängen und
  • knuffige Stoffhauben* zum Verzieren der Deckel.

Wenn Du diese Liste beherzigst, hast Du eigentlich alles beisammen und brauchst jetzt nur noch für die eigentlichen Marmeladenzutaten sorgen: Früchte & Zucker. Viel Spaß beim Einkochen und Genießen, wann immer Du das Glas öffnest und Dir der leckere Marmeladenduft entgegenkommt.

 

Sanddorn Marmelade

 

Rezept für Marmelade

 

1 kg gefrorene Sanddornfrüchte,

gibts auf jeden Fall in dänischen Supermärkten

1 kg Gelierzucker 1:1

5-6 Sturzgläser mit ca. 200 ml Füllinhalt

 

Marmelade geht immer gleich. Als erstes spülst Du die Gläser im heißesten Gang Deiner Spülmaschine und stellst Sie danach trocken. Dann vermengst Du den Gelierzucker im hohen Topf mit den frischen oder aufgetauten Früchten. Nimmst Du aufgetaute, gib auf jeden Fall auch den Fruchtsaft komplett hinzu. Danach bringst Du das Ganze zum Kochen und bearbeitest es dann so, wie auf der Packung des Gelierzuckers angegeben. Meist bedeutet dies, ca. 5-10 Minuten unter ständigem Rühren köcheln lassen und dabei den Schaum mit der Schaumkelle abheben und entsorgen, solange bis keiner mehr nachkommt. Spritzt meist tierisch durch das Marmeladenblubbern, daher der hohe Topf. Dann machst Du die Gelierprobe. Wenn die Marmelade bereit ist, stellst Du den Trichter auf das erste Glas, füllst es randvoll, rangierst ohne zu kleckern den Trichter auf das nächste Glas, schraubst das erste Glas zu nachdem Du eventuelle Marmeladenreste vom Glasrand mit einem sauberen Zewa entfernt hast und drehst es um. So füllst Du alle Gläser, bis die Marmelade aufgebraucht ist. Nach ca. 8 Minuten Gläser wieder umdrehen. Nach dem Abkühlen schön beschriften und mit einem Stoffhäubchen versehen oder einem Anhänger. Gut zum Verschenken oder selbst genießen. Lass es Dir schmecken. Sei glücklich!

 

Sanddorn Marmelade
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Dänischer Kirschkuchen mit Haferstreuseln

Kirschkuchen mit Haferstreuseln

 

Man könnte ja schon denken, dass es hier dänische Wochen gibt. Ein wenig ist es auch so, kommen doch die verschiedensten Urlaubsgerichte derzeit auf den Tisch. Wir waren wie so oft in Dänemark an der Nordsee und da war es toll - und lecker.

 

Der eine oder andere wird es vielleicht auch auf Instagram vor ein paar Wochen verfolgt haben und in dieser Woche habe ich mit den Rezept-Berichten gestartet. Los ging es mit der wunderbaren Lakritz-Marmelade, etwas ganz typisches für den Norden und bei uns eher nicht so zu finden. Heute folgt ein leckerer und einfach herzustellender Kirsch-Streusel-Kuchen. Nordisch ist dabei die Verwendung von Hafer in den Streuseln. Dies gibt dem Ganzen ein wenig mehr Biss und diesen typischen Flockengeschmack. Professor Hu und ich finden das super, da es zudem eine ausgewogene Balance zum süßen Rührteig und den Kirschen darunter gibt. Süßkirschen haben wir dabei verwendet, aber sicher geht es auch mit Sauerkirschen frisch vom Baum, wer gerade noch welche hat.

 

Wenn Du die Bilder siehst, lass Dich allerdings nicht von der Dicke des unteren Teiges abschrecken. Das kommt, wenn man im Urlaub im Ferienhäuschen backt. Nun ist es so, dass Professor Hu und ich durchaus zu Umzügen in den Urlaub und wieder zurück neigen. Der Kenwood Zerkleinerer* und meine geliebte Quiche- und Obstkuchenform* kommen eh immer mit, man weiß ja nie, was so benötigt wird. Die Nähmaschine* war auch schon dabei, das Wetter im Norden lässt ja auch manchmal im Sommer genügend Zeit für Do-it-Yourself-Stunden, da will man neben den Malutensilien ja gewappnet sein.

 

Auch auf dem Rückweg wird es manchmal spannend. Ein dänischer Stuhl musste unbedingt mal mit nach Hause und von der auf dem Flohmarkt ergatterten Klavierbank wird heute noch geredet, wenn die Gäste sich auf ihr niederlassen. Aber was will man machen.

 

Trotz all der hin- und her geschleppten Dinge war dann die eckige Form mit dem richtigen Maß am Ende doch nicht dabei. Hat uns aber auch nicht gestört, sieht halt nur etwas dick aus, die untere Teig-Schicht. Wenn Du keine passende Form hast, macht das also nichts. Schau nur, ob Du die Backzeit ggf. etwas verändern musst. Weniger bei flacherem Teig, mehr, wenn es etwas dicker geworden ist. Vielleicht brauchst Du bei einer kleineren Form auch etwas weniger Kirschen, das verteilt sich sonst aber alles gut und passt so oder so.

 

Kirschkuchen mit Haferstreuseln

 

Rezept für eine Kuchenform 30 x 20 cm*

 

für den Teig

200 g Butter

240 g Zucker

4 Eier

400 g Mehl

1/2 TL Bio-Vanillepulver*

1 TL Backpulver

1/2 TL Salz

500 g süße frische Kirschen, entkernt

 

für die Streusel

150 g kalte Butter

150 g Mehl

100 g körnige Haferflocken

50 g Zucker

 

Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze, Backzeit ca. 30-40 Minuten

 

Kirschkuchen mit Haferstreuseln

 

Als erstes fettest Du die Kuchenform* gut ein. Du kannst auch ein passendes Backblech nehmen oder einen Backrahmen*, den Du dann auf Dein normales Backblech stellst. Der untere Rührteig ist fest genug, um hier nicht auszulaufen. Für diesen Rührteig gibst Du als nächstes die zimmerwarme Butter mit dem Zucker in Deine Küchenmaschine oder vermixt alles sehr gut dem dem Handrührgerät. Wenn Du eine helle schaumige Masse erzeugt hast, gibst Du dann Ei für Ei unter und verrührst auch alles gut, pro Ei ca. 1 Minute. vermenge Mehl, Salz, Backpulver & Vanillepulver in einer extra Schüssel. Danach rührst Du nun kurz diese Mischung unter die bereits hergestellte. Wenn es zu fest ist, etwas Milch hinzufügen.

 

Gib den Teig in die Form und verstreiche ihn gut. Entsteine die Kirschen und gib sie auf den Teig. Wenn es etwas zu viele sind, iss sie genüßlich auf.

 

Für die Streusel vermengst Du alle Zutaten mit den Händen zu einer krümeligen Masse. Dann bröselst Du diese über die Kirschen. Nun ab mit dem Blech in den Ofen. Ab ca. 30 Minuten mal die Stäbchenprobe machen. Wenn noch feuchter Teig am Holzstäbchen hängt, den Kuchen weiter backen und dabei ggf. auf die zu braun werdenden Streusel etwas Alufolie legen. Danach den Kuchen kurz in der Form abkühlen lassen und dann am besten auf eine schöne Platte arrangieren. Oder gleich in Stücken servieren. Ein Klecks Sahne würde dazu passen, wenn Du magst. Lass es Dir schmecken. Sei glücklich! 

 

Kirschkuchen mit Haferstreuseln

 

Quellen- & Link-Verzeichnis:

Instagram

Lakritz-Marmelade

Kenwood Zerkleinerer*

Quiche- und Obstkuchenform*

Nähmaschine*

Kuchenform 30 x 20 cm*

Bio-Vanillepulver*

Backrahmen*

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Dänische Brombeer-Aronia-Lakritz-Marmelade

Brombeer Aronia Lakritz Marmelade

 

Dass die Dänen ihr geliebtes Lakritz in allen Varianten verwenden, ist landaus, landein bekannt. Im letzten Dänemark-Urlaub bin ich mit frischem Lakritz-Pulver zur Tat geschritten und habe diese dänische Marmeladensorte kreiert.

 

Und wie es so ist, ist dieses Rezept natürlich kein Zufall, denn ich sende es hiermit mit viel Freude an Michaela mit ihrem Blog herzelieb für das Blogevent "Selbstgemacht mit Herz & Liebe". Dort geht es um das Einmachen in erster Linie "süßer Dinge" und da passt diese Marmelade ganz wunderbar. Kommt sie doch mit einem Augenzwinkern für den daher, welcher weiß, wo Michaela Zuhause ist. Nahe der dänischen Grenze, also quasi fast um die Ecke von Professor Hu und mir. Und somit auch ganz um die Ecke der großen Lakritz-Nation (neben den Norwegern und vor allem Finnen, natürlich).

 

 

Wer einmal in einem dänischen Supermarkt war, der hat erlebt was es dort alles an tollen Lakritzprodukten gibt. Ich stocke dort regelmäßig meinen Vorrat an Lakritzpulver* auf, welches auch in dieser Marmelade verwendet wurde. Der leicht salzige Lakritzgeschmack rundet eine süße dunkle Marmelade wunderbar ab und passt ganz hervorragend auf das Frühstücksbrötchen.

 

Brombeer Aronia Lakritz Marmelade

 

Rezept für ca. 6 Twist-Off-Marmeladengläser

 

500 g Brombeeren

500 g Aroniabeeren

1 kg Gelierzucker 1:1

2 TL Lakritzpulver

5-6 Twist-Off-Gläser mit ca. 200 ml Inhalt

 

Brombeer Aronia Lakritz Marmelade

 

Für die Marmelade vermengst Du als erstes alle Früchte gut mit dem Gelierzucker und dem Lakritzpulver in einem großen Topf. Ich habe im dänischen Urlaub nur gefrorene Früchte bekommen, aber diese sind auch sehr gut zu verwenden. Im dänischen Supermarkt findet man dazu wirklich die allerbesten Kombinationen und das meist noch "organic". Ich habe hierzu also neben der Brombeere die Aroniabeere kombiniert und die hat die nötige Säure mitgebracht. Gut mit Lakritz funktioniert auch Erdbeer-Himbeere. Probier also herum.

 

Wichtig ist am Ende immer 1kg Früchte auf 1kg Gelierzucker 1:1 zu vermengen. Ich habe für Marmelade mit der 1:1 Variante die besten Erfahrungen gemacht. Für sehr süße Früchte und Gelees nehme ich eher die 2:1 Variation. Aber probiert auch hier aus. Wichtig ist nach dem Aufkochen der Früchte-Zucker-Mischung (am besten nach Packungsanweisung und mindestens 5 Minuten durchköcheln), dass Du die Gelierprobe machst. Dann ggf. mit Zitronensäure nachhelfen, wenn es noch nicht geliert. 

 

Wenn die Marmelade fertig ist, füllst Du sie heiß in blitzsaubere Twist-Off-Gläser ab, drehst sie auf den Kopf und wenn nach ca. 5-7 Minuten das Vakuum entstanden ist, wieder zurück. Ich habe in Dänemark nur Einweckgläser bekommen und das war eine Art des Marmeladeneinweckens im Ofen, die aus meiner Sicht geht, aber nicht sein muss, wenn man die Twist-Off-Gläser verwendet. Viel Spaß beim Nachkochen. Sei glücklich! 

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Schattenmorellen-Torte die Erinnerungen weckt

Schattenmorellen Sauerkirschen Torte

 

Gerade noch mal Glück gehabt. Gut, dass ich entdeckt habe, dass die Schattenmorelle auch ein Steinobst ist. Sonst hätte ich dumm dagestanden zum aktuellen Blogevent von Zorra & "der Frau mit den Marillen".

 

Denn bei 1x umrühren bitte aka kochtopf geht es im Augenblick um Steinobst und dessen vielfältige Verwendung. Christina von The Apricot Lady richtet den Event rund um Marillen, Pfirsiche, Nektarinen und Co. aus. Und ich habe erstmal etwas schräg geguckt, als ich den Einladungstext gelesen habe. Die wachsen derzeit in unseren Gärten? Hier im Norden? Jetzt schon? Bei mir wächst da gar nichts und der Obstbauer um die Ecke hat zwar Pfirsiche im Verkauf, die megalecker sind, aber wirklich mühselig (und vermutlich im Gewächshaus) herangezogen.

 

Blog-Event CXXII - Steinobst (Einsendeschluss 15. August 2016)

 

Und auch diese wunderbar platten wilden Pfirsiche gibts hier nicht vom Baum sondern von weit her herangefahren im türkischen Supermarkt. Und die Pflaume als ganz klassisches Steinobst, ja, die verbinde ich nun wirklich mit dem Frühherbst, irgendein leckeres Obst braucht man da ja auch noch frisch neben den neuen Äpfeln, die dann Ende August wieder in den Verkauf kommen. Also stellte sich die Frage: was nun? 

 

Aber wie so oft in meinem Leben kamen die Dinge zu mir und ich musste mich gar nicht sehr anstrengen, eine Rezepte-Lösung zu finden: der Schattenmorellen-Schlussverkauf bei uns direkt um die Ecke wurde angekündigt. Und gefühlt somit eins von ca. 10 Jahren, in denen ich dies erleben darf. Denn wenn ich in einem Königin bin, dann darin, die Sauerkirschen zu verpassen, die unser Obstbauer verkauft. Wer einen eigenen Baum hat weiß, dass diese leckeren Früchtchen auf einmal reif sind, dann schnell geerntet werden müssen und vor allem dann, wenn man sie frisch vom Baum in den Händen hat, ruckizucki zu verarbeiten sind. Sonst bekommen sie braune Stellen und werden auch so schnell oll.

 

Schattenmorellen Sauerkirschen Torte

 

Warum ich Sauerkirschen oder eben diese Schattenmorellen so sehr mag, ist wie so vieles im Leben mit meiner Kindheit im Garten meiner Ömi verknüpft. Denn sie hatte einen Sauerkirschenbaum. Und ich kann mich an unzählige Jahre erinnern, in denen wir im kühlen Keller eimerweise frisch gepflückte Kirschberge stehen hatten, die dann erstmal entsteint und dann weiter verarbeitet werden mussten. Dann wurde Kirschsuppe gekocht (hach, ich will die, jetzt!) und eingeweckt, was das Zeug hielt. Das Entsteinen war immer eine Riesensauerei und ich bin mir sicher, dass bei ihr im Keller noch irgendwo dieses Entstein-Dings-Gerät sein muss. Professor Hu und ich hätten es gut für unsere eigene Aktion gebrauchen können.

 

Also ja, Schattenmorellen sind auch Steinobst. Die große lange Lotkirsche darf somit beim Event von Christina & Zorra mitmachen, oder? Vermutlich wird sie dabei etwas herausstechen, aber egal. Alles andere ist für mich hier echt nicht umsetzbar. Wo doch mein Herz so an ihr hängt.


Schattenmorellen Sauerkirschen Torte

 

Wie es so ist, kommen die Erinnerungen bei so einem Rezept beim Backen und Essen zusammen. Wobei die Schattenmorellen-Torte gar nicht gebacken werden muss. Was bei den Außentemperaturen im Sommer schon praktisch ist, wenn der Ofen aus bleiben kann. Denn neben der Zeit im Kirschbaum von Ömi (der Baum ist vor vielen Jahren eingegangen, ich glaube aber, sie ist nicht sehr traurig um die Arbeit, die ihr damit auch eingespart bleibt) gab es noch eine andere Sauerkirschzeit in meinem Leben. Und zwar die im Sommerurlaub an der Ostsee. Da fuhren wir alle immer hin. Ja, so ganz klassisch, die Großeltern, dann meine Familie und alle anderen sind da heute immer noch. Mit 50 Jahre-Gastmedaille und allem drum und dran. Echt jetzt. Professor Hu und ich versuchen seit einigen Jahren neue Rekorde an der Nordsee aufzustellen.

 

Aber zurück zur Ostsee. Da gibt es also in diesem Ostseebadeort mit Seebrücke und so eine Milchbar. Und da gab es einen Joghurtbecher. Nicht so wie heute mit Eis sondern genau so, wie er heisst: unten im Becher sahniger Joghurt, darauf eingelegte Schattenmorellen und zum Abschluss ein Sahnehäubchen mit Schokoraspeln. Und dieser Becher schmeckt exakt so wie dieser Kuchen. Ich wusste das gar nicht mehr, bis ich den Kuchen probiert habe. Mir kamen fast die Tränen. Ich muss da unbedingt wieder hin, ob es den noch gibt, den Joghurtbecher?

 

Solange habe ich ja jetzt diesen Steinobst-Kuchen. Probier selbst, wie er Dir schmeckt, ich kann ihn empfehlen! Und schau Dir auch die anderen Rezepte zum Blogevent an!

 

Schattenmorellen Sauerkirschen Torte
 
Rezept für eine Springform La Forme Plus* mit ca. 24-26 cm ø
 
für den Boden
300 g Leibniz Kakaokeks* (nur der mit den 52 Zähnen)
100 g flüssige Butter
 
für die Kirschschicht
1,5 kg Kirschen (brutto mit Kern)
50 g Speisestärke
5 Blatt Gelatine
200 ml Kirschsaft und 3 EL
3 EL Zucker
 
für das Sahne-Schmand-Topping
2 Becher Sahne
1 Becher Schmand
2 Päckchen Sahnesteif
2 EL Zucker
 
Verzierung
Schokoraspeln
ein paar Kirschen
 
Kühlzeit insgesamt ca. 4 h
Kuchen wird nicht gebacken
 
Schattenmorellen Sauerkirschen Torte

 

Am besten schaffst Du Dir noch schnell einen Kirschentkerner* an, bevor Du loslegst. Wenn Du Deine Schattenmorellen-Saison verpasst hast, nimm eingefrorene Kirschen, das geht natürlich auch. Sonst entkerne also alle Kirschen, wir haben das mit diesem kleinen gebogenen Herder Windmühlenmesser* gemacht, die sind da auch gut geeignet. Man hat dann zwar jede Kirsche einzeln in der Hand, aber was soll es.

 

Entkernte Kirschen beiseite stellen. Butter in einem Topf schmelzen. Kekse im Blitzhacker* (ich schwöre auf den 4-Messer-Zerkleinerer von Kenwood) zerkleinern. In die geschmolzene Butter geben und vermengen. Dann diesen "Teig" auf den Boden der mit Backpapier ausgelegten Form drücken und mindestens 60 Minuten kühl stellen.

Schattenmorellen Sauerkirschen Torte

 

Weiter geht es mit der "Kirsch-Schicht". Verrühre 3 EL Kirschsaft mit der Stärke in einem kleinen Schälchen. Weiche in einem anderen Schälchen in kaltem Wasser die Gelantineblätter vor. Gebe 3 EL Zucker und den Kirschsaft in einen hohen Topf auf den Herd und koche es auf, danach rühre die Stärkemischung unter und die Hälfte der Kirschen. Lasse es noch einmal kurz aufkochen und ziehe es vom Herd. Dann rührst Du die ausgedrückten Gelantineblätter unter, damit sie sich gut auflösen und gibst die restlichen Kirschen dazu. Alles gut vermengen und nun auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

 

Danach sind die 60 Minuten mindestens um und Du kannst die (nicht wundern, noch recht flüssige) Kirschmasse auf dem nun kalten, festen Schokoboden verteilen. Dies stellst Du nun wieder in den Kühlschrank und lässt es dort in ca. 3 h gut fest werden.

 

Schattenmorellen Sauerkirschen Torte

 

Kurz vor dem Ende der Kühlzeit schlägst Du die Sahne mit dem Sahnesteif auf und verrührst darin dann vorsichtig die anderen Zutaten. Dann löst Du den Kuchen aus der Form und verteilst die Sahnemischung dekorativ auf der Kirschschicht. Gib einen kleinen Rand dazu und obendrauf in die Mitte Schokoraspel soviel Du magst. Danach wieder ab damit in die Kühlung, damit auch die Sahnemischung etwas fester als auf meinem Foto wird. Ich habe sie zu früh angeschnitten...

 

Nun kannst Du die Torte servieren und dabei vielleicht auch bei Dir Kindheitserinnerungen wecken? Lass es Dir schmecken! Sei glücklich!

 

Schattenmorellen Sauerkirschen Torte
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