Loppemarked & der Universal-Rührteig

 

Tantin & Professor Hu schlenderten wie jeden Sonntag Nachmittag im Sommerurlaub über den Loppemarked. Mit einem dänischen "Hej" begrüßten sie die Standbesitzer und hielten nach Besonderheiten Ausschau. In den vergangenen Jahren hatte schon das eine oder andere Fundstück den Weg zu ihnen gefunden. Auch vor recht sperrigen Dingen wie einer Klavierbank wurde nicht Halt gemacht. Mit jedem schönen gebrauchten Teil wurde eine Geschichte verbunden, an die sie sich erinnern konnten. Aber heute war es irgendwie auf dem Loppemarked schon seltsam. Abgesehen davon, dass der Weg anders war als sonst. Die Standbesitzer reagierten auf die dänischen Grüße, die Professor Hu ihnen entgegenbrachte, verhalten bis gar nicht. Tantin und Professor Hu gingen weiter, schauten, staunten und rätselten. Auf Anhieb konnten sie sich keinen Reim machen. Seltsam war auch, dass sie den Stand mit der dänischen Marmelade partout nicht finden wollten. Aber egal, dachten sie, haben wir dieses Jahr doch genügend eigene Marmelade für den Vorrat hergestellt.  Beim Trödeln über den Markt (woher kommt eigentlich das Wort Trödel, dachte Tantin - etwa von "über den Markt trödeln"?) fanden sie heute eine wunderschöne Kuchenform. Leider musste gar nicht verhandelt werden, sie war auch so ein Schnäppchen. Zuhause angekommen, wurde sie gleich ausprobiert. Tantin fand, dass ein einfacher Rührteig sich dazu am besten eignet.

 

Zutaten für den Universal-Rührteig

250 g Butter vom Milchbauern auf dem Markt

250 g Zucker

4 Eier vom Biobauern

500 g Mehl

1 Päckchen Backpulver

1/8 l Milch, auch vom Milchbauer

 

Professor Hu gibt die zimmerwarme Butter mit dem Zucker in die Küchenmaschine und lässt alles mit dem Rührhaken wunderbar cremig schlagen. Dabei probiert er zum ersten mal kurz das Zwischenergebnis, soll sich doch laut Angabe von Tantin der Zucker am Ende aufgelöst haben und die Masse schön weiß-schaumig sein. Naja denkt er und lässt noch ein wenig weiter rühren. Danach gibt er die Eier ohne Schale einzeln dazu, wieder rühren lassen, bis alles gut verbunden ist. Tantin wiegt und mischt derweil Mehl und Backpulver und fettet die neue Trödelform ein. Dieser Rührteig kann auch in allen möglichen anderen Formen gebacken werden, auch in kleinen Einweggläsern oder wie es Dir gefällt. Wenn Du willst, kannst Du den Teig auch am Ende mit weiteren Zutaten, Früchten oder wie auch immer, pimpen. Zurück zum Teig. Professor Hu lässt die Mehlmischung in die Küchenmaschine rieseln und danach soviel Milch, dass der Teig so ist, wie ein Rührteig eben sein sollte (langsam reißend vom Rührer rutschend). Danach gibt er ihn in die Trödelform. Zum Glück ist diese etwas zu klein für die Teigmenge und ein paar Reste können direkt vom Löffel gegessen werden. Tantin stellt die Form in den Ofen, Mitte bei 175° C (ohne Umluft). Nach 60 Minuten macht sie das erste Mal eine Stäbchenprobe und stellt fest, dass der Teig in der hohen Form noch etwas braucht. Als er dann fertig ist, wird er erstmal vor dem Stürzen aus der Form zum Kühlen beiseite gestellt.

 

Nachdem der Kuchen nach gefühlten Stunden dann endlich abgekühlt war und probiert werden konnte, griffen Tantin & Professor Hu nochmal auf, warum es ihnen auf dem Loppemarked heute so komisch vorgekommen war, so anders als sonst. Der Kuchen schmeckte ihnen dabei sehr lecker und irgendwann kamen sie während des Genießens über das Thema hinweg. Es wird wohl ein Rätsel bleiben. Grüble selbst also auch nicht zulange weiter sondern lass Dir den Kuchen zu einer schönen Tasse Kaffee oder Tee schnell schmecken. Sei glücklich! 

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