Tomaten mit Dorade & ganz viel Wespen-Wissen


Heute war Tomatentag. Und wir waren Tomaten kaufen. Eigentlich ganz ungeplant und dann sogar an zwei verschiedenen Orten. Auf dem Weg (lass uns mal rumfahren) kamen wir am Kürbis-Bauernhof vorbei, der im Sommer auch Tomaten verkauft. Der Bauer meinte schon, mal sehen, was von dem Kilo Tomaten Zuhause noch da ist. Schon auf dem Weg zum Wagen dezimierte sich der Bestand zunehmend. Nasch nasch. Weiter ging es. Und wieder auf dem Weg dann das Schild "Ab 14:00h Tomatenfest". Auf dem Hof der Familie Nötel gab es nicht nur viele Tomaten zu sehen und zu kaufen sondern auch viel zu lernen. Zum einen über die Tomaten, alte Sorten und während der Hofführung auch wie sie gezüchtet und bis zur Ernte gebracht werden. 


Zum anderen auch von einem engagierten Ehrenamtlichen über Wespen und Hornissen, deren Nutzen und Nestbau und wie wichtig es ist, auch diesen Tieren zum Artenerhalt im eigenen Garten beim Überleben zu helfen. Wie filigran dabei ein Wespennest von innen aussieht, konnten wir an einem riesigen Exemplar bewundern. Welch Architekten diese Tiere sind. Eine Königin beginnt dabei nach der Überwinterung, meist so im April mit Bau und Brut, wenn die ersten Arbeiterinnen gewachsen sind, übernehmen diese den weiteren Bau und die Verpflegung. So wächst das Wespennest, bis Ende der Saison alle Tiere außer den neuen Jung-Königinnen wieder gestorben sind. Diese suchen sich einen Überwinterungsort und haben es dabei zunehmend in den gut gepflegten Gärten schwer, da sie altes Holz, Blätterberge oder ähnliches bevorzugen. Im nächsten Jahr legen sie nach der Überwinterung los, selbst einen Staat zu gründen. Wespen sind im Übrigen wie die Bienen auch zur Bestäubung wichtig. Zum richtigen Umgang mit Wespen berichtet dazu auch aktuell der Nabu.



Nun waren wir also mit 2 Kilo Tomaten und neuem Wespen-Wissen bewaffnet wieder Zuhause. Das Abendessen vorzubereiten, stand an. Es gab Dorade mit Tomaten, ganz einfach und im Ofen, wahlweise auf dem Grill, gebacken. 


Zutaten für 2 Portionen

2 küchenfertige Doraden vom besten Fisch-Wilke der Stadt

Oliven-Öl zum Bepinseln

Pfeffer, Salz & Kräuter zum Würzen

Zitronenscheiben

Tomaten in Mengen so wie gewünscht mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker bestreut

dazu zum Beispiel dunkles Baguette


Die Doraden ölst Du von außen mit etwas Öl ein, in dem Du vorher die Kräuter nach Wunsch gerührt hast, wir haben heute Estragon genommen. Innen würzt Du den Fisch mit Pfeffer & Salz und gibst 2-3 Zitronenscheiben in den Bauch. Der Fisch kommt dann ganz einfach auf ein Blech, die Tomaten mit der Schnittkante nach oben dazwischen und das Ganze dann für ca. 25 Minuten bei 220°C in den Ofen (ohne Umluft), bis der Fisch gar ist. Wir haben zu den Doraden ein leckeres dunkles Baguette gegessen, mit dem wir den Saft der Tomaten super aufsaugen konnten. Lass es Dir auch schmecken. Sei glücklich!


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