Sonntagskuchen mit Brombeeren

 

Beerenzeit, es ist immer noch Beerenzeit! Zwar stehlen sich so langsam die ersten Pflaumen und Zwetchgen in die Auslage unseres Obstbauern, aber es gibt die anderen Fürchte immer noch in Hülle und Fülle. Die Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren und die Johannisbeeren, mittlerweile ja in fast allen Farben. Da fällt die Entscheidung so schwer, welche der Vielfältigen heute in den Sonntags-Käsekuchen darf. Auch, weil ja sogar die Heidelbeere ihnen schon schwere Konkurrenz macht. Wenigstens sind die Erdbeeren aus dem Rennen, zumindest die Lokalen bei uns aus dem Ort. Zwar war die Prognose, dass es bis Mitte September mit dem Verkauf weitergeht. Aber die Erdbeerhäuschen sind nun doch aus der Umgebung verschwunden.

 

Was auch gut so ist, braucht der Erdbeerbauer doch nun bestimmt Zeit, die Erdbeerpflanzen für das nächste Jahr an den Start zu bekommen. Dies macht man, auch im eigenen Garten, am besten jetzt. Dann hat die Erdbeerpflanze noch genügend Zeit, bis zum Winter und somit auch ersten Frost, passende Kräfte zu entwickeln. Aber nun zurück zu den Beeren der Wahl. Diese ist bei mir am Ende auf die Brombeere gefallen. Während der Käsekuchen-Zubereitung habe ich aber festgestellt, dass dieser Kuchen auch sicher mit jeder der anderen Beeren gelingen wird. Triff also Deine eigene Wahl oder probier, wenn genügend Esser da sind, einfach verschiedene Varianten oder auch Beerenmischungen aus.

 


Der Käsekuchen wird mit einem ganz klassischen einfachen Keks-Butter-Boden hergestellt. Dies bedeutet, dass man auch hier einen Keks aussuchen darf. Bei uns ist es der Leibniz-Vollkornkeks geworden. In der Nähe von Hannover wohnend, ist ein Leibniz-Keks Lokal-Pflicht. Und natürlich die Frage, wie viel Zacken der Leibniz-Keks hat und warum? Die Antwort ist in diesem Fall nicht 42 (die Antwort auf alle Fragen), sondern 52. Dies beantwortet die Fa. Leibniz auf der eigenen FAQ-Seite: "Der im Jahr 1891 von Firmengründer Hermann Bahlsen auf den Markt gebrachte „Leibniz Cake“ (später Leibniz Butterkeks) hatte 52 Zähne aus rein ästhetischen Gründen – mit dieser Anzahl, fand Hermann Bahlsen, hatten die Kekse das optimale Aussehen. Auch heute noch ist der Leibniz Butterkeks nur echt mit 52 Zähnen."


Aha. Nun wissen wir das auch. Falls mal bei Günther Jauch die 1 Millionen Euro Frage so lautet, bist auch Du nun gewappnet, sie richtig zu beantworten.


 

Zutaten für eine 20 cm Form

Für den Boden

130 g Leibniz-Vollkorn-Kekse (oder die Deiner Wahl)

60 g Butter

 

Für die Beerencreme

400 g Beeren Deiner Wahl, hier zum Einsatz kamen Brombeeren

30 g Zucker

1 TL Speisestärke

 

Für die Käsecreme

2 Päckchen Frischkäse (je 175 g)

200 g Quark

100 ml Schlagsahne

1 Ei

etwas Salz

130 g Zucker vermengt mit 2 EL Speisestärke

abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone & 2 EL vom Saft

 

plus Butter für die Form

Ofen 180° C ohne Umluft

 


Als erstes heizt Du den Ofen vor. Dann zerlässt Du die Butter in einem Topf. Währenddessen zerkrümelst Du die Kekse oder lässt Sie in einer Maschine zerhacken. Die Kekskrümel kommen dann in die Butter, werden vermengt, auf den Formboden gebracht und gut angedrückt. Dafür vorher die Form mit Backpapier auslegen und mit Butter einfetten, auch den Rand. Das Ganze dann für 10 Minuten in den Ofen, rausholen, beiseitestellen, Ofen anlassen.


Wenn Du willst, kannst Du ein paar Beeren zur späteren Dekoration aufsparen. Alle anderen Beeren kommen nun mit dem Zucker in einen Topf und werden kurz erwärmt und mit der Kartoffelpresse zerstampft, so dass ein Obstbrei entsteht. Der kommt nun kurz durch die Flotte Lotte. Hast Du so etwas nicht, einfach durch ein gröberes Sieb passieren. Auf jeden Fall sollten die Kerne der Früchte nicht weiter verwendet werden. Hast Du eine Beere ohne viele Kerne oder die Kerne stören Dich wirklich nicht, kann dieser Arbeitsschritt ausgelassen werden. Danach die Beerenmasse im Topf weiter erwärmen. Den Teelöffel Stärke mit etwas kaltem Wasser verrühren, zugeben, aufkochen und auch beiseitestellen.


Nun geht es mit der Käsecreme auf die finale Strecke. Alle Zutaten werden in der Küchenmaschine sehr schön cremig geschlagen. Dann ist dieser Schritt schon erledigt. Nun nimmst Du Dir die Form und verteilst die Hälfte von der Käsecreme auf dem Keks-Boden. Dann folgen 4 EL von der Beerencreme, danach der Rest der Käsecreme und wieder 4 EL Beerencreme. Mit dem Stiel von einem Holzlöffel oder einem kleinen Löffel marmorierst Du dann die beiden Farben leicht ineinander. Nun kommt die Form für ca. 35 Minuten in den Ofen. Danach stellst Du den Ofen aus und der Kuchen darf für die nächsten 20 Minuten im Ofen verharren und danach auf einem Gitter außerhalb des Ofens auskühlen. Zum Servieren nimmst Du die restliche Beerencreme und die aufbewahrten frischen Beeren dazu. Lass es Dir schmecken. Sei glücklich!


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