Vegane Früchte-Hafer-Taler mit Zimt, Kardamom & Nelke

 

Professor Hu schleicht um die Keksdose herum. Wie lange sind die noch haltbar, fragt er mit bangem Blick. Tantin schmunzelt. Jetzt noch ca. 3 Wochen. Willst Du sie nicht endlich fotografieren? Ja, mach ich die Tage. Dann gibt es auch wieder welche zum Kaffee, vorher nicht, sonst hab ich nicht genug für das Foto. Hmmm, murmelt Professor Hu und sucht nach einer anderen Keksdose. Die mit den leckeren Friesen-Kipferln, zu einer Tasse starkem Tee mit Kluntje jetzt genau richtig, bei diesem warmen Schmuddelwetter hier in der Nähe von Hannover. Aber was? Die sind auch noch nicht fotografiert?

 

Nun sind sie endlich im Bild festgehalten, die Taler. Und gleichzeitig auch für das Blog-Event von Tina mit dem schönen Titel "Zimt, Kardamom & Nelke" mein weihnachtlicher Beitrag. Tina vom Blog Foodina richtet diesen Event derzeit auf der Seite von Zorra aus. Diese "Gast"-Blog-Events haben bei Zorra schon lange Tradition und machen Spaß. Sowohl für mich als reiner Leser, die vielen Rezeptsammlungen zu verfolgen. Als auch mit einem eigenen Beitrag, wie seinerzeit mit den Pilzen mitzumachen.

 

Blog-Event CXV - Zimt, Kardamom, Nelke (Einsendeschluss 15. Januar 2016)

 

Tina fragt im Aufruf zum Blogevent, was wir mit den Gewürzen Zimt, Kardamom & Nelke verbinden. Weihnachten oder Indien? Sie selbst ist "der indischen Küche verfallen", die von vielen bei den Gewürzgerüchen so manchen Gerichtes aber mit Weihnachten verbunden wird.

 

Nun sitze ich hier also und überlege selbst, wie das bei mir ist. Auch wir kochen indisch. Zum Beispiel immer wieder gerne diese Tajine mit Rind. Auch mit vielen "weihnachtlichen Gewürzen". Derzeit sind wir indisch sogar direkt inspiriert, da der Arbeitskollege eines guten Freundes mit seiner Frau aus Indien für ein paar Jahre in Deutschland arbeitet. Dort, auf der Arbeit, kocht sich eine kleine Gruppe einmal in der Woche gemeinsam Mittag in der Küche des Büros. Und jeder bringt dazu reihum etwas Vorbereitetes mit. Auch der Inder (meist von seiner Frau). So lernen alle "richtige" indische Küche kennen und wir bekommen dann davon erzählt. 

 

Gleichzeitig ist aber derzeit auch Weihnachtszeit, was bei uns auch Kekse-Backzeit ist.  Und so stehen diese Gewürze derzeit für mich unter dem Motto "weihnachtlich". 

 

Damit es aber für alle spannend bleibt, habe ich die Gewürze heute das erste Mal in einer veganen Version einer Früchte-Hafer-Taler-Mischung verwendet. Dies war für mich neu, so ganz ohne Butter und bindendes Eigelb zu backen. Sind diese Zutaten Standard in unserer Küche, ist es Mandelmus, welches anstelle zum Einsatz kommt, nicht wirklich. Ich sehe schon die Veganer unter Euch schmunzeln. Aber die Organisation der Zutaten war schnell erledigt und es konnte losgehen. Außer dem Mandelmus war alles im Haus. Die Gewürze sowieso. Von den indischen Kocheinsätzen.

 

 

Zutaten für 24 Stück

 

130 g Haferflocken, davon 100 g fein gemahlen

140 g gemischte Trockenfrüchte, am besten Feigen & Datteln in Bio-Qualität

2 EL Kakaobruch, z.B. von Madavanilla

170 g Mandelmus

2 EL brauner Zucker

2 EL Vanillesirup oder das Mark von 1 Vanilleschote

1/2 TL gemahlene Nelken

1/4 TL gemahlener Piment

1/4 TL Kardamom

1/4 TL Zimt

1/2 TL Natron

2 EL Wasser, ggf. etwas mehr nach Bedarf  

 

2 EL Sesam & 1 EL brauner Zucker zum Bestreuen

 

Ofen auf 160°C vorheizen, ohne Umluft. 

Backzeit 12-15 Minuten auf mittlerer Schiene.

 

 

Von den Haferflocken gibst Du 100 g in einen Blitzhacker und "mahlst" diese fein. Dann kommen die entsteinten Datteln und die Feigen dazu. Nun wird das Ganze weiter durchgemixt, bis die Früchte fein gehackt sind. Diese Mischung vermengst Du nun mit den restlichen Zutaten, am besten mit den Händen, zu einem glatten Teig.

 

Der Teig kann etwas bröselig sein, aber nicht zu trocken. Bei Bedarf gibst Du noch etwas Wasser hinzu. Ist die Konsistenz passend, formst Du 24 Kugeln, die Du in Reihen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legst und zu Talern flach drückst. Die Taler zerlaufen während des Backens nur ganz wenig, alle 24 passen also gut in 4x6 Reihen auf einem Blech auf einmal in den Ofen. Vor dem Backen bestreust Du die Taler noch mit Sesam und braunem Zucker. Dann ab zum Backen bei 160°C ohne Umluft, mittlere Schiene, 12-15 Minuten.

 

Nach dem Backen ziehst Du die Taler auf dem Backpapier am besten in eins auf ein Gitter zum Abkühlen. Denn in diesem warmen Zustand sind diese veganen Kekse eines sicher nicht: stabil. Das macht aber nichts, denn wenn sie abgekühlt sind, wirst Du dafür mit einem unglaublich leckeren, weihnachtlichen Keks belohnt. Der übrigens in einer gut verschlossenen Dose mit Backpapier von einander getrennt, ca. 4 Wochen hält und dabei immer besser wird. Ok, weil er ja noch nicht fotografiert wurde und Professor Hu deshalb Stibitz-Verbot hatte. Lass es Dir schmecken. Sei glücklich!

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Der Schwager (Donnerstag, 17 Dezember 2015 14:13)

    So, wie schon öfter erwähnt immer etwas spät.
    Nun ist es offiziell die "kleine Gruppe" hat nun Kenntnis über dieses Blog und freut sich über die gelungene Inspiration
    Auch findet er mehr als guten anklang und man ist sichtlich beindruckt.
    Auch die "kleine Gruppe" freut sich darauf weiteres zu lesen und zu sehen.
    LG

  • #2

    Tantin & Professor Hu (Donnerstag, 17 Dezember 2015 14:21)

    Hach, Herr Schwager, dankeschön mit Gruß an die kleine Gruppe!

  • #3

    Tina@Foodina (Freitag, 18 Dezember 2015 10:56)

    Ich freue mich sehr über deine veganen Plätzchen mit den wunderbaren Gewürzen. Danke für's Mitmachen,
    Tina

  • #4

    Tantin & Professor Hu (Freitag, 18 Dezember 2015 14:03)

    Hallo Tina, ich fand vegan gut auszuprobieren, die Gewürze sowieso! Ich bin gespannt, was noch alles so an Rezepten zusammenkommt.