Veganes Brot. Mehr Körner geht nicht. Und ja, das muss so platt


Letztens sinierte ich zusammen mit Professor Hu über das Brotbacken. Wir haben zwar einen tollen Brotbäcker im Ort, aber nichts geht über ein selbst gebackenes Brot, welches wir noch warm & frisch duftend mit ein wenig kalter Butter und Salzflocken bestreut genießen. Dafür steht Professor Hu auch Nachts um 22:00h auf, wenn wir lesend im Bett liegen und der Brotbackautomat durch ein beharrliches Piepen anzeigt, dass er fertig ist. So, jetzt ist es raus. Ja, wir haben einen Brotbackautomaten*. Seit fast 2 Jahren. Einmal im wöchentlichen Einsatz für ein Körnerbrot & zum Wochenende auch gerne mal für ein Weißbrot. 

 

Und was soll ich sagen? Anfangs war Professor Hu erstens über die Tatsache eines weiteren von mir heimlich angeschafften Küchengerätes not amused (keine Sorge, er ist dabei sehr friedlich) und auch der puristische Bruder (der mich einst zum Brotbacken brachte und mir ein eigenst zu füllendes Brotback-Notizheft mit der ersten Mehlausstattung und meiner Teigschaberkarte* schenkte, aber das ist eine andere Geschichte) prophezeite verstaubte Aufenthalte im Schrank. Zweitens waren wir uns beide nicht so sicher, ob denn Brot aus dem Automaten wirklich unsere Geschmacksansprüche befriedigen würde. Nach wie gesagt regelmäßigen Einsätzen können wir vermelden: so ein Automat ist klasse. 

 

Im Ranking der jüngst erhobenen persönlichen Küchenmaschinen-Nutzungs-Daten haben Professor Hu und ich den Brotbackautomaten sogar klar hinter dem Wasserkocher auf Platz 2 der am meist benutzen elektrischen Geräte platziert. Wow.

 

Zudem ist er wirklich praktisch. Und seit wir dazu auch noch eine Komo Getreidemühle* besitzen, ist es noch mal leckerer geworden (Küchenmaschinen haben echt ein gutes Leben bei mir). Sicher, wir backen auch mit aufwändigeren Gärungen & so, haben eine eigene Rosi (ROggenSauerteIg) und backen im Ofen mit Wasserdampfschwall (manuell, hier wäre ein neuer Ofen echt klasse, hüstel, Professor Hu, nicht wahr?) und allem Schischi, welches ich bei Lutz Geißler und seinem wunderbaren Plötzblog und aus seinem Brotbackbuch Nr. 1* & Brotbackbuch Nr. 2* gelernt habe. Aber was solls. Da wir auch noch ein Leben neben dem Brotbacken haben, ist der Automat für das Backen des wöchentlichen Pausenbrotes einfach klasse.

 

Dazu verwenden wir Rezepte aus dem Buch Brot aus dem Brotbackautomaten*, einfach, klar und zügig. Und so geht es für uns zwar schnell (ein Adjektiv, welches mit dem Brotbacken eigentlich nicht gut vereinbar ist), für das Brot aber gemächlich im Automaten zu einem tollen Ergebnis. Zwischendurch piept er einen an, wenn zum Beispiel Körner zuzugeben sind, aber meist stellen wir die Zeitschaltuhr und er arbeitet in unserer Abwesenheit so vor sich hin.

 

Jetzt fragst Du Dich vielleicht, ob dieses vegane Brot hier auch aus dem Automaten kommt? Nein. Dies ist ein aber ebenso einfaches Rezept, welches Du ohne weitere Küchenmaschinen selbst zubereiten kannst. Und ja, weil die Zutaten so sind, ist es auch so platt. Zum Pausenbrot eignet es sich daher nur bedingt, aber zur abendlichen Käseplatte, mit einem Dip bestrichen oder einfach pur zum knabbern ist es ganz hervorragend. Probier selbst! Los gehts.

 

       

Zutaten für eine Kastenform mit ca. 25 cm Länge (meine war 30 cm, daher war das Brot dann so flach, was aber klar war...)

 

150 g Sonnenblumenkerne

100 g geschroteter Leinsamen (ich habe mit ganzem Leinsamen gemischt)

70 g Kürbiskerne

90 g Sesam

30 g Trockenfrüchte (ich habe Acai-Beeren & Datteln genommen)

20 g Chia-Samen

20 g Kichererbsenmehl

300 ml handwarmes Wasser

2 Tl Salz

2 EL Tahini

1 TL Rübensirup

 

Ofen auf 180°C oder 160°C Umluft, 2. Schiene von unten in Summe 60 Minuten Backzeit

 

 

Kastenform mit Backpapier auslegen. Alle trockenen Zutaten mischen, Trockenfrüchte dazu grob zerhacken. Tahini, Sirup und Wasser verrühren und zu den trockenen Zutaten geben. Es entsteht eine klebrige, kompakte Mischung. Nun gibst Du alles in die Form und streichst die Oberfläche glatt. Danach für mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, stehen lassen. Nun in den vorgeheizten Ofen geben. 30 Minuten backen, danach aus der Form vorsichtig auf ein Backblech (mit Backpapier) stürzen und 30 Minuten weiter backen, bis es schön goldgelb-knusprig ist. Vollständig auf einem Kuchengitter abkühlen lassen (wie ich diesen Satz bei Kuchen und Brot hasse, das hält doch eh niemand aus, oder?). Lass es Dir schmecken. Sei glücklich!

 

 

Zusammenfassung Quellen & Links:

- unser heißgeliebter Brotbackautomat*

Teigschaberkarte*

Komo Getreidemühle*

Plötzblog

Brotbackbuch Nr. 1* & Brotbackbuch Nr. 2*

Rezepte aus dem Buch Brot aus dem Brotbackautomaten* 

(* Affiliate-Link)

 

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Kommentare: 6
  • #1

    Sten Roht (Samstag, 20 Februar 2016 11:07)

    Brot & Salz,
    manchesMahl braucht nicht mehr ; )

  • #2

    Tantin & Professor Hu (Samstag, 20 Februar 2016 12:23)

    Oh, Herr Roht, ich stimme zu. Und was für ein neckisches Wortspiel. Viele Grüße, Ihre Kathrin

  • #3

    MakeItSweet (Samstag, 20 Februar 2016 12:45)

    Das Brot klingt sehr lecker.
    Kein Sorge, ich besitze auch einen Brotbackautomat und benutze ihn auch gerne. Ich backe damit auch mal ausgefallenere Brot mit Schnittlauch oder Mohn und Tomate. Man weiß halt auch genau, was im Brot ist, wenn man man es selber backt! Gerade läuft der Brotbackautomat auch und bereitet mir einen super Hefeteig zu ohne viel Aufwand.
    LG Saskia

  • #4

    Tantin & Professor Hu (Samstag, 20 Februar 2016 13:02)

    Hallo Saskia, das Rezept von dem Tomaten- Mohnbrot habe ich mir gleich von Deinem Blog abgespeichert. Klasse - auch, unter den Brotbackautomatennutzern nicht alleine zu sein ;-). Liebe Grüße, Kathrin

  • #5

    Gourmettatze (Montag, 22 Februar 2016 15:27)

    Boah, das muss ich am Wochenende nachbacken!

  • #6

    Tantin & Professor Hu (Montag, 22 Februar 2016 15:38)

    Viel Spaß dabei und guten Appetit, Swetlana, ich habe es gestern gebacken und heute Mittag das erste Stück genossen. Viele Grüße, Kathrin