Senf - home made with Beer, Honey, Love & Co.

Selbstgemachter Senf

 

Professor Hu mag Senf sehr. Auf's Pausenbrot, auf das abendliche Bauernbrot zusammen mit einer Scheibe Käse und natürlich zur Grillwurst. Trotz dieser Liebe zum Senf hatten wir diesen aber noch nie selbst gemacht. Dann bekam Professor Hu eine tolle Sorte englisches Bier geschenkt und wir dachten uns, wenn nicht jetzt, wann dann? Also legten wir los, kauften Senfkörner, badeten diese in Essig, dass uns in der Küche fast schwindelig wurde. Und siehe da: es ist so einfach und unglaublich lecker, selbst gemachten Senf herzustellen. (Fast) egal, was man alles so zusammen wirft, es gelingt. Im Kühlschrank hält er sich zudem sehr gut ein paar Wochen. Theoretisch. Wäre da nicht Professor Hu. Und er ist zudem auch sehr gesund (und macht definitiv nicht blöd).

 

Selbstgemachter Senf

 

Rezept für ein Glas Senf

 

für die Senfbasis

100 g gelbe Senfsaat

100 ml Essig

100 ml Wasser

50 g Zucker

1/2 TL Salz

 

weitere Zutaten (einzeln oder auch gemischt)

Knoblauch

Honig

Kurkuma

Bier

Pfeffer

Rosenblüten

Whiskey

usw. usw.

 

Selbstgemachter Senf

 

Zuerst lässt Du Wasser und Essig ganz kurz aufkochen. Welchen Essig Du verwendest, beeinflusst als erste der Zutaten das spätere Ergebnis. Schlichter Kräuteressig mit 5% Säure macht es etwas milder, Weißweinessig bringt bereits eine feine Komponente mit dazu und aromatisierter Essig, z.B. Himbeeressig oder Rosenessig natürlich erst recht. Probier einfach mal aus und fang am besten mit einem ehrlichen Kräuteressig oder Weißweinessig an.

 

Bei den Senfkörnern ist es genau so. Starte mit den gelben, auch weißer Senf genannt und steigere Dich später mit braunen oder schwarzen Körnern, die nussiger und schärfer sind. Diese kommen nun für 2-3 Tage leicht abgedeckt in die Wasser-Essig-Mischung hinein und können so schön aufquellen.

 

Nach dieser Zeit gieße ich erstmal die Wasser-Essig-Mischung in einen separaten Behälter ab. Normalerweise kann die gesamte Mischung mit dem Pürierstab oder dem Mixer der Küchenmaschine gemixt werden. Mir ist der Senf dabei aber mal zu flüssig geworden. Und so fange ich mit den durchweichten Senfkörnern und einem Teil der Flüssigkeit an zu mixen und gebe dann weitere Zutaten und weitere Essig-Wasser-Mischung nach Belieben hinzu. Gerade, wenn man als weitere flüssige Zutaten verwendet (Bier, Honig, etc.) ist das der sichere Weg.

 

Egal was Du nun zusammen mengst, ca. 50 g Zucker oder andere Süße, z.B. Honig für einen Honig-Senf benötigt Deine Mischung ebenfalls, genau so wie ca. 1/2 TL Salz. Probier zwischendurch, was Du tust und bedenke, der Senf zieht noch durch.

 

Wichtig während des Mixens, also des Pürierens der Senfkörner sind zwei Dinge: es darf auf keinen Fall zu heiß werden, das würde die ätherischen Senföle zerstören und alles bitter werden lassen. Und, dass Du bei dem Püriergrad Deiner Wahl einfach aufhörst, je nachdem wie grob oder fein Dein Senf werden soll. Ich teile die Senfkörnermenge nach dem Abgießen auch manchmal auf und mixe dann einen Teil ganz fein und gebe danach ganze oder teilweise pürierte Körner dazu. Auch hier kannst Du ausprobieren, wie es Dir gefällt.

 

Du kannst das Grund-Rezept für Deine Senfexperimente auch verdoppeln und dann später 3 verschiedene Senfsorten mit unterschiedlichen Zutaten für etwas kleinere Gläser herstellen.

 

Danach füllst Du den Senf in super saubere Gläser ab, z.B. solche mit Bügelverschluss, die auch hübsch zum Verschenken aussehen. Dazu noch einen schönen Aufkleber beschriften und schon hast Du auch ein leckeres Mitbringsel für den Grillabend bei Freunden. Lass es Dir schmecken. Sei glücklich!

 

Selbstgemachter Senf

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Kommentare: 2
  • #1

    Karin (Mittwoch, 01 März 2017 19:53)

    Herr Wallygusto & ich lieben Senf auch! Vielen Dank für das tolle Rezept mit Bier! ;-)

  • #2

    Tantin & Professor Hu (Freitag, 03 März 2017 15:54)

    Liebe Karin, das freut mich! Ich muss auch bald mal wieder mit der Produktion durchstarten!