Vegane Fenchel-Zwiebel-Tarte mit Kartoffel-Tahini-Stampf

Vegane Fenchel-Zwiebel-Tarte mit Kartoffel-Tahini-Stampf

 

Zuerst einmal an alle Tanten, Mütter, Brüder & all Euch fleißige Leser: Professor Hu & mir geht es ganz wunderbar. Wir haben "nur" ein wenig viel zu tun und da bleibt die Zeit zum Bloggen etwas knapp. Was haben wir auch diskutiert, wann der richtige Zeitpunk ist, den ollen Teppich auf der Treppe und in der ersten Etage nun endlich durch Parkett ersetzen zu lassen? Und natürlich, warum ist es dann genau die Vorweihnachtszeit geworden? In der insbesondere Professor Hu, jobbedingt, eh die Hacken voll hat? Nun gut, die Handwerker kommen nächsten Montag (kreisch) und bis dahin muss alles leer sein, raus, woanders, inklusive Bett, Buch und Schlüpper und was auch immer noch. Wir campen dann an einem anderen Ort im eigenen Domizil. Das wird schon. Glauben wir. Äh ich, Professor Hu geht da etwas differenzierter dran, äh realistischer? Eine Kollegin fragte, warum wir das denn nicht in der Urlaubszeit machen lassen, wenn wir weg wären. Ja, warum nicht...?

 

Man muss dazu sagen: wir wollen es jetzt über die Bühne bringen, übers Jahr dann in seliger Ruhe das Ergebnis genießen und frisch in Haus & Geist nach 2017 starten. Also Augen zu und durch. Oder besser: Muskeln angespannt und los. Kochbücher können nämlich verdammt schwer sein. Gestern haben wir das "Arbeitszimmer" leer geschleppt. Das ist bei uns eine Mischung aus Ankleidebereich, Schreibtisch und Bücherregal nur für meine liebsten Küchen-Schätze. Und ja, ich bin mit Glück geküsst, welch tolle Schmöker ich dort mein eigen nennen darf. Schwer sind sie trotzdem. Professor Hu hat derweil die Schränke demontiert und sich minütlich über das Missverhältnis seiner zu meiner Dinge belustigt. Ja, wir haben da eher so die klassische Aufteilung im Schrank.

 

Nun gut. Lange Rede, kurzer Sinn: der Mann ist stark und kann echt was weghauen. Jetzt ist er schon wieder ganz fidel, ich hingegen bin gerade etwas schlapp an der Wade. Da kommt das Bloggen mit Kaffee im Bett nun gerade recht. Und damit wir bei der ganzen Schlepperei nicht noch vom Fleische abfallen (großes Risiko in der Weihnachtszeit, I know), bringe ich uns allen eine nahrhafte neue "naked tarte" mit. Die ist nämlich high carb, aber ohne viel Käse oder Schmand oben drauf (daher "naked") und somit trotzdem ganz lecker luftig. Wer noch Tomaten hat, kann diese Variante hier probieren.

 

Vegane Fenchel-Zwiebel-Tarte mit Kartoffel-Tahini-Stampf

 

Rezept für eine Tarteform ø 32*

 

für den Teig:
250 g Weizenmehl (gern auch Dinkel)
5 EL Olivenöl
150 ml Wasser (oder etwas mehr)
1/4 TL Salz
etwas Mehl zum Ausrollen

für den Belag:
Reste gekochter Kartoffeln, etwas 4 Stück
2-3 großzügige EL Bio-Tahini (Sesammus)*
ggf. 1-2 EL warmes Wasser
1 TL Fenchelsamen
1/4 TL Salz
1/2 Gemüsezwiebel in dicken Scheiben
1 Fenchel in dicken Scheiben
1-2 Elemente vom Bund einer Frühlingszwiebel, in Ringen
schwarzer Pfeffer & Salz aus der Gewürzmühle*

180°C Ober- und Unterhitze

ca. 30 Minuten Backzeit

 

Vegane Fenchel-Zwiebel-Tarte mit Kartoffel-Tahini-Stampf

 

Heize den Ofen vor. Vermenge die Zutaten für den Teig schnell in der Küchenmaschine mit dem Teigmesser oder dem Knethaken zu einem Teig, der dann noch etwas in den Kühlschrank darf. Viele bestehen hier auf mindestens 30 Minuten Schonzeit, ich verzichte auf diesen Ruhe-Schritt manchmal sogar ganz und es hat sich noch niemand beschwert (vermutlich sind einfach alle zu nett zu mir).

 

Danach schneidest Du die Gemüsezwiebel, die Frühlingszwiebel-Teile und den Fenchel in dicke Scheiben. Jetzt zerstampfst Du in einer Schale die Kartoffeln mit einer Gabel und gibst das Tahini, ggf. etwas warmes Wasser und das Salz hinzu. Komm nicht auf die Idee, diese Masse mit dem Blitzhacker zu vermengen. Die bekommst Du da nie wieder heraus. Vertrau mir, ich habe das für Dich getestet. Stundenlanges Einweichen des Mixstabes war die einzige Lösung und ein Teil der leckeren Masse war unwiderruflich verloren.

 

Nun geht es schon wieder mit dem Teig weiter. Ausrollen und ab in die gefettete Form. Blindbacken ist hier nicht nötig. Verstreiche dann die Kartoffel-Masse auf dem Teig. Jetzt belege sie so hübsch es geht mit den Gemüse-Zutaten. Muster sind erlaubt, vor allem ist es aber wichtig, diese "naked tarte" nicht mit Belag zu überlagern, der wird sonst nicht gar. Also alles hübsch nebeneinander anordnen. Dann die Fenchelsamen und noch frisch gemahlenen Pfeffer und Salz drüber und ab in den Ofen. Fertig ist sie, wenn das Gemüse gar und der Rand schön goldig aussieht. Lass es Dir schmecken. Sei glücklich! 

 

Vegane Fenchel-Zwiebel-Tarte mit Kartoffel-Tahini-Stampf

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