Walnusspesto für Nudeln & mehr


Es ist wieder Walnussernte, zumindest bald. Die beste Ömi der Welt hat dazu einen Walnussbaum in ihrem Garten, der schon lange zum drauf klettern zu hoch und groß geworden ist. Kam man früher noch ohne Probleme an den ersten Ast, würde man dazu heute eine Leiter benötigen und nein, es liegt nicht an der eigenen Beweglichkeit, die seit verlassen der Jugendjahre vielleicht auch etwas gelitten hat. Wie jedes Jahr gibt es aber eine Zeit, in der, egal wie groß der Baum ist, von allen die Frage gestellt wird: "Sind die Nüsse fertig und wie wird die Ernte?".


Meist ist dies irgendwann so Mitte September der Fall. Die Einen fragen mit Schrecken, weil der Ausblick auf das anstehende tagelang dauernde Aufsammeln, von der äußeren braunen Schale und Blättern befreien, Trocknen und Aussortieren durchaus ein gewisses Grauen erregt. Die Anderen, die weiter weg wohnen und somit ja leider, leider nicht wirklich beim Sammeln helfen können, in Vorfreude auf die nächste Ernte und ihren späteren Anteil daran. Letzte Woche war die Voraussage, es würde noch etwas dauern. Der Wind hatte schon ein paar Nüsse in noch ganzer Schale vom Baum geweht, diese waren aber nicht reif und oll und wurden einfach entsorgt.



Dann kam die erste wirklich fertige Nuss vom Baum. Ömi raunte dieser ersten Nuss leise zu, sie solle ihr keinen Kummer machen. Denn weiß man doch nie (trotz optisch reichlich vielversprechender Ernte am Baum) ob in der Nuss auch eine genügend große Frucht enthalten ist. Oder, weil es zu lange warm oder trocken war, nur ein kleiner verkümmerter brauner Kern. Aber Glück, es scheint gut zu werden!


Was mich flux dazu gebracht hat, noch einmal schnell den Restjahresbestand zu prüfen und in Vorfreude auf die neue Ernte das familenbewährte Rezept des weltbesten, vom Bruder kreierten Walnuss-Ruccola-Pesto mit den wirklich allerletzten Nüssen vom letzten Jahr herzustellen. Auf das die neue Ernte hält, was sie verspricht und bald anlandet.



Zutaten für ein Glas Pesto


ein großes Bund Ruccola vom besten Gemüsebauer

ca. 60 g Walnüsse von der besten Ömi

ca. 100 g Parmesan

4 Knoblauchzehen (wer keine Vampire verscheuchen muss, nimmt zwei)

Olivenöl, so dass das Pesto schön cremig wird, mindestens 50 ml

bei Bedarf etwas Salz, wenn es der Parmesan nicht selbst schafft


Alle Zutaten werden, grob vorzerkleinert, in einem Behälter mit dem Stabmixer gut gemixt. Das Olivenöl wird dabei portionsweise zugegeben, bis die Konsistenz entsteht, die Du magst. Bei Bedarf noch etwas nachsalzen, sollte aber aufgrund des verwendeten Parmesans nicht nötig sein. In ein schönes Glas umgefüllt, hält sich das Pesto mit Öl bedeckt im Kühlschrank mindestens eine Woche, meist wurde es dann aber schon aufgegessen. Denn es schmeckt toll auf einem von beiden Seiten angerösteten Tomaten-Chiabatte, als Zutat in einer Salatsoße, als Aufstrich auf dem Pausenbrot oder in einem schnellen, superleckeren Nudelgericht.


Dazu nimmst Du für 2 Portionen 200 g Spaghetti, bereitest sie zu, giesst sie ab, behältst dabei etwas vom Nudelwasser zurück und die Spaghetti müssen auch nicht supergut abtropfen. Dann wieder zurück in den Nudeltopf, Hitze nicht mehr ganz so hoch und dann zwei gut gehäufte EL Pesto mit hinein. Gut umrühren, wenn zu trocken noch etwas Nudelwasser dazugeben. Servieren, genießen. Lass es Dir schmecken. Sei glücklich!


Kommentar schreiben

Kommentare: 0