Rindfleisch-Tajine vom Galloway mit Kürbis


Dieses Gericht ist schon oft zum Einsatz gekommen und eines der ersten, in dem die neuen Kürbisse des Herbstes ihre jährliche Saisonpremiere geben dürfen. Es lässt sich gut vorbereiten und auch wieder warm machen. Weswegen auch schon der eine oder andere Gast bei uns in den Genuss gekommen ist. Bei zwei Essern reicht es zwei mal als Hauptgericht und schmeckt einen oder zwei Tage später aufgewärmt noch einmal so gut. A und O dieses Gerichtes sind gute Gewürze und gutes Fleisch. Sagt Professor Hu.



Das Fleisch haben wir von den Galloways der Familie Matzeik. Ich habe schon einmal in diesem Artikel zum Sonntagsbraten darüber berichtet, der Stand ist immer Freitags bei uns im Ort zu Gast. Was für ein Glück. Glücklich müssen auch die Tiere sein, die am Weinsberg gefüttert und gezüchtet werden. Zumindest lässt dies die wunderbare Art von Familie Matzeik, was sie über ihre Zucht schreiben und erzählen und die späteren Produkte aus ihren Galloways vermuten. Die schon oft bei uns auf den Tisch gekommen sind. Ob als Wurstware oder wie heute, perfekt abgehangener Rinderschmorbraten.



Zwei von den Rindern durften wir auch schon einmal kennenlernen. Nun gut. Ansehen. Denn die Matzeiks sind nun schon seit ein paar Jahren auf der Schaumburger Landmesse "Ährensache" mit einem Stand samt Rind vertreten. Zumindest war das im letzten Jahr so. In diesem Jahr haben wir die Messe irgendwie verpasst. Bis es dann an einem Freitag beim Fleischeinkauf hieß, wo wir denn gewesen waren. Humpf. Nächstes Jahr wieder. Versprochen. Und diesmal in den Kalender schon eingetragen. Das erste Wochenende im September, denk also auch dran. Es lohnt sich - vor allem auch für Treckerliebhaber und eben solche vom Galloway.



Dieses Jahr gab es zudem am Stand noch eine Neuheit, wie uns berichtet wurde. Einen leckeren Galloway-Burger. Hörte sich quasi fast so an, wie wir ihn selbst schon mal auf dem eigenen Grill zubereitet haben und wird bestimmt irgendwann nachgekocht und hier auftauchen. Dazu würde es dann die besten Burger-Brötchen geben. Aber endlich mal mit Fleisch, für Professor Hu. Fleisch ist also auch das Stichwort, um mal wieder zu diesem Rezept zurückzufinden - über die Galloways wurde nunmehr genug geschwärmt.


Das Gericht wird bei uns übrigens in einer Tajine zubereitet. Dies ist ein Schmorgefäß, welches im wesentlichen in der nordafrikanischen Küche eine Rolle spielt. Wenn Du keine Tajine hast, kannst Du das Gericht auch in einem anderen Schmortopf zubereiten. Auf gehts.



Zutaten für 4 Portionen (wie gesagt, auch gut zum Aufwärmen)


600 g Rind zum Schmoren in ca. 2 cm große Stücke zerteilt, vom besten Galloway-Schlachter
1 Zwiebel, fein gehackt
1 kleiner Hokkaidokürbis vom besten Kürbisbauern in Eldagsen, in mittelgroße Würfel geschnitten
1 Dose Flaschentomaten
1 Dose Kichererbsen
100 g Trockenpflaumen, grob gehackt
400 ml Gemüsefond, am besten selbst gemacht

1000 Gewürze für das Fleisch und zwar
Salz & frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL Raz-el-Hanout
1 EL Kreuzkümmel
1 EL Paprika mild
1 EL gemahlener Ingwer
1 EL Zimt
(ja, echt, es handelt sich jeweils um Esslöffel, kein Tippfehler, saulecker)

Zubereitung als Schmorgericht in der Tajine auf dem Herd in insgesamt ca. 1,5 Stunden (ohne Vorbereitungszeit und Anbrat-Zeit).


Das Fleisch schneidest Du in Stücke, ähnlich groß wie bei einem Gulasch, aber bloß nicht zu klein. Du siehst auf dem Bild oben das Stück Schmorfleisch vor der Zubereitung. Gut zu erkennen ist, wie toll abgehangen das Fleisch verkauft wird. Ach ja, an dieser Stelle sei übrigens kurz vermerkt, dass dies hier kein gesponserter Werbeartikel ist, sondern reine Begeisterung. Grins. Also, zurück zum Fleisch. Du vermengst alle Gewürze  und gibst die Fleischstücke zusammen mit der Gewürzmischung in eine Schale (das wird eine ziemlich staubige Menge, dann ist alles gut so). Das Fleisch wendest Du in den Gewürzen, bis alles gut bedeckt ist und lässt es mindestens für 4 Stunden darin kühl stehen, besser aber vom Abend an über Nacht. Aber es schmeckt auch, wenn man es Abends vergisst, einzulegen. Wie mir das auch so oft passiert, eigentlich fast jedes Mal.


Vor der Zubereitung in der Tajine stellst Du das Fleisch dann rechtzeitig aus dem Kühlschrank heraus, damit es schon mal Zimmertemperatur annimmt. Du gibst nun genügend Olivenöl zum Anbraten in die Tajine. Darin brätst Du bei mittlerer Temperatur zuerst das Fleisch an und danach die Zwiebelwürfel, insgesamt so für ca. zwei mal 5 Minuten. Danach gibst Du die Tomaten und die abgetropften Kichererbsen dazu und gießt den Fond an. Einmal aufkochen lassen, Tajinen-Deckel drauf, Temperatur soweit reduzieren, dass es in der Tajine schmort und dies für die nächsten 60 Minuten ungestört so lassen.


Nach dieser Stunde darfst Du den Deckel lüften, um nun den Kürbis und die Pflaumen zuzufügen. Wir schälen den Hokkaido übrigens, ich finde es trotz der essbaren Schale so einfach besser. Nachdem Du nun schon mal einen wunderbaren Gewürzduft eingefangen hast, muss der Deckel wieder drauf und zwar für die nächsten 30 Minuten.


Danach köchelst Du das Ganze ohne Deckel bei Bedarf noch ein paar Minuten ein, es sollte nicht zu flüssig sein. Abschmecken und eventuell mit etwas Salz nachwürzen. Als Beilage eignet sich Couscous.


Wir essen es auch gerne mit Tortialla-Wraps, mit denen man die Soße so wunderbar aufsaugen kann. Lass es Dir schmecken. Sei glücklich!


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