Mirabellen-Marmelade


Weiter gehts mit den Früchten der Saison vom liebsten Obstbauern um die Ecke. Wie schon für die Himbeermarmelade gibt es die frischen Früchte dort in Hülle und Fülle und derzeit insbesondere aus der Palette "Pflaumen, Zwetschgen & mehr". Heute durfte die Mirabelle ran. Die kleine Gelbe schmeckt ähnlich einer gelben Pflaume, etwas aromatischer und je nach Erntezeitpunkt säuerlicher. Also super für eine leckere gelbe Marmelade. Die mag Professor Hu besonders gerne und vor allem zum Käsebrot. Nachdem die Flotte Lotte in diesem Jahr Einzug gehalten hatte, waren bei den bisherigen Marmeladen-Aktionen vor allem die dunklen, kernigen Früchte verarbeitet worden. So stapeln sich also derzeit Johannisbeer-, Brombeer- und Himbeermarmelade eng beieinander. Fehlte eindeutig noch eine andere Farbe.



Die Mirabelle wird tatsächlich auch als gelbe Zwetschge bezeichnet und ist eine Unterart der Pflaume. Was bei der Verarbeitung von einem Kilo Früchten sehr angenehm ist: sie ist relativ steinlösend. Meint, dass man den kleinen Stein sehr gut vom Fruchtfleisch lösen kann, wenn man die Früchte während der Vorbereitung dazu händisch bearbeitet. Man ist also trotz der Anzahl der zu verarbeitenden kleinen Früchte nicht ewig damit beschäftigt. 


 

Zutaten für 6 kleine Marmeladen-Gläser "Twist-Off"

 

1 kg entsteinte Mirabellen

500 g Gelierzucker 2:1

Mark von 2 Vanilleschoten

1 Päckchen Zitronensäure

 

Ich bestelle meine Marmeladen- und sonstigen Einweck-Gläser gerne bei Gläser- und Flaschen im Internet, wenn ich mal wieder größere Mengen neu benötige. Sonst erwerbe ich sie auf dem Weg beim Discounter oder schöpfe immer wieder gerne aus dem Gläserfundus von Ömi, der besten Großmutter der Welt. Da ist zwar dann und wann auch mal ein neuer Deckel nötig, weil der alte nicht mehr richtig schließt oder neue Weckgummiringe, ansonsten funktionieren diese Stücke aber auch über Jahre noch prima.

 

Für die Marmelade bereitest Du nun als erstes die Früchte vor. Wie gesagt - steinlösend  - sollte ohne viel Mühe gehen. Am Ende hast Du ein Kilo Früchte ohne Stein passend zu Deinen 500 g Gelierzucker 2:1. Du gibst die Früchte nun mit allen Zutaten gleichzeitig in einen großen Topf und verrührst alles gut miteinander. Nun erhitzt Du das Ganze und rührst dabei mit einem Holzlöffel immer gut um und zerstampfst die Früchte dabei auch schon ein wenig. Am Anfang haben die Früchte noch nicht viel Flüssigkeit gebildet, da kann die Masse mit dem Gelierzucker gerne mal am heißen Topfboden kleben bleiben. Langsam bildet sich dann aus der Menge ganzer Früchte so Stück für Stück ein Fruchtmus. Nun rührst und kochst Du dies weiter oder aber pürierst die Fruchtmasse mit dem Stabmixer auf eine Dir gewünschte Konsistenz gut durch. Ich habe dies gemacht, wie Du auch auf den Fotos erkennen kannst. Dann noch mal alles gut aufkochen lassen und die Gelierprobe machen. Manche Früchte bringen weniger oder mehr fruchteigenes Geliermittel, das sogenannte Pektin, mit. Je nachdem wirkt dann das zugeführte Geliermittel im Gelierzucker ausreichend zur Herstellung Deiner cremigen Marmelade oder es muss noch nachgeholfen werden (z.B. mit weiterer Zitronensäure). Früchte mit hohem eigenen Pektingehalt sind z.B. Blaubeeren, Johannisbeeren, Preiselbeeren und Stachelbeeren, das merkt man schon beim Verarbeiten. Die Mirabelle hat einen mittleren eigenen Pektingehalt. Da ergänzt sich die geschmacksgebende Zitronensäure gut als zusätzliche Gelier-Quelle im Rezept.

 


Wenn die Gelierprobe gelungen ist, füllst Du am besten mit einem Trichter die Marmelade in die vorbereiteten sterilen Twist-Off-Gläser, sorgst für einen supersauberen Glasrand, verschraubst die Gläser schnell und stellst sie verkehrt herum auf ihrem Deckel für eine Weile ab. Nach ca. 5 Minuten drehst Du sie wieder herum. Jetzt hast Du im Glas ein Vakuum und die Marmelade bleibt haltbar, gleichzeitig kann die Marmeladenmasse nun im Glas wieder nach unten rutschen und die hast nachher keine Luftblase am Boden vom Glas. Macht zwar auch nichts, sieht aber zum Verschenken eindeutig anders schöner aus.


Die Gläser kannst Du nun noch beschriften (Etiketten gibt es ja wie Sand am Meer auch zum ausdrucken im Netz) und aufhübschen, wenn Du sie auch als Geschenke bevorraten magst. 


Viel Spaß damit & guten Appetit. Sei glücklich!


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Kommentare: 4
  • #1

    Hönn (Mittwoch, 02 September 2015 17:04)

    Ich koche zwar keine Marmelade, aber das mit der Großmutter kann ich bestätigen! :-x

  • #2

    Tantin & Professor Hu (Mittwoch, 02 September 2015 19:58)

    Oh ja! :-x

  • #3

    Lylay (Dienstag, 11 Juli 2017 14:02)

    Huhu, möchte gerne heute dein tolles Marmeladenrezept nachkochen. Habe gerade aber festgestellt, dass ich keine Vanilleschoten hab�. Kann ich stattdessen Vanillezucker ( 2 Päckchen) nehmen? Dankeschön vorab

  • #4

    Tantin & Professor Hu (Dienstag, 11 Juli 2017 14:19)

    Liebe Lylay, das geht auch, schmeckt dann aber nicht ganz so sehr nach Vanille, was bei der Frucht aber auch super ist! Viel Erfolg beim Zubereiten und Genießen! Deine Kathrin